Neues Zentrenkonzept soll die City vielfältiger und attraktiver machen

Durch klare Ziele und Grundsätze für die Ansiedlung von Betrieben an dafür geeigneten Standorten könnten städtebauliche Fehlentwicklungen verhindert werden.

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Symbolbild Foto: regionalHeute.de

Braunschweig. Die Stadt Braunschweig verfolgt mit dem Zentrenkonzept Einzelhandel seit vielen Jahren eine strategische räumliche Steuerung der Einzelhandelsentwicklung. Auf Grund zurückliegender, aktueller und perspektivischer Entwicklungen in der Handelslandschaft, vergangener und absehbarer Änderungen im Verbraucherverhalten sowie auch zwischenzeitlicher Neuerungen des planungsrechtlichen Rahmens war

eine Aktualisierung des Zentrenkonzeptes aus dem Jahr 2010 erforderlich. Diese ist jetzt erfolgt. Eine entsprechende Mitteilung ist jetzt an die zuständigen Ratsgremien gegangen. Das teilt die Stadt Braunschweig in einer Pressemeldung mit.


Durch klare Ziele und Grundsätze für die Ansiedlung von Betrieben an dafür geeigneten Standorten könnten städtebauliche Fehlentwicklungen verhindert werden, so die Stadtverwaltung. Die Konzepte treffen Aussagen zum Umgang mit Ansiedlungsanfragen für Politik und Verwaltung. Sie böten Planungssicherheit bei Investitionsentscheidungen des Einzelhandels und weiterer Akteure wie Immobilien- und Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer. Durch Einzelhandelskonzepte werde der Bedeutung der innerstädtischen Zentren und der Leitfunktion des Einzelhandels für diese ein entsprechendes Gewicht beigemessen.

Die wesentlichen Änderungen


Die Aktualisierung des Zentrenkonzeptes Einzelhandel enthält folgende Konzeptbausteine mit einigen wesentlichen Änderungen: Die Ziele wurden differenziert. Das Zentren- und Standortsystem wurde gemäß Handelsbestand an die Rechtsprechung angepasst. Die Zahl wurde reduziert und stärker räumlich konzentriert, auch für die City. Die Sortimentsliste wurde bei den zentrenrelevanten Sortimenten etwas zugunsten der Zentren verschoben. Neu ist ein Standortkatalog, der eine klare Orientierung für Standortsuche und –bewertung bei Ansiedlungsvorhaben schaffen soll. Außerdem gibt es Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung von Zentren und weiteren Standorten. Beim Nahversorgungskonzept gelte es Versorgungslücken zu reduzieren ohne bestehende Strukturen zu gefährden.

"Zentren sind die Visitenkarten der Städte und Gemeinden", sagt Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum. "Sie sind Treffpunkte und Orte der Begegnung für Bewohner, Kunden und Besucher und übernehmen dabei wichtige Identifikationsfunktionen. Urbanität, städtebauliche Dichte, vielfältige Funktionen wie Versorgung, Dienstleistungen, Gastronomie, Freizeit, Kultur, Arbeiten und Wohnen sind bestimmende Faktoren." Trotz gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Veränderungsprozesse präge der Einzelhandel weiterhin maßgeblich das Erscheinungsbild der Zentren und sorge als Anziehungspunkt für Attraktivität. Zentren- und Einzelhandelskonzepte seien dabei ein wichtiges Instrument zur Erhaltung und Entwicklung eines vielfältigen und attraktiven Einzelhandelsangebotes.


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