Oben-Ohne-Antrag abgelehnt: Ist Braunschweig doch nicht vielfältig?

Die Oberkörper müssen bei Frauen auch zukünftig bedeckt bleiben, wenn sie im Freibad sind.

von Anke Donner


Symbolfoto
Symbolfoto Foto: Pixabay

Braunschweig. "Gleiche Brust für alle!" hatte die Gruppe Direkte Demokraten im Rat der Stadt gefordert. Damit sollte allen Menschen, gleich welchen Geschlechts, das Oben-Ohne-Schwimmen in Braunschweiger Schimmbädern ermöglicht werden. Doch die Verwaltung sah hier keinen Bedarf und so schmetterte der Verwaltungsausschuss den Antrag ab, noch bevor darüber im Rat abgestimmt werden konnte.


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Der Tagesordnungspunkt landete, obwohl der Verwaltungsausschuss bereits eine Entscheidung gefällt hatte, gestern im Rat. Dort wurde die Ablehnung von den übrigen Parteien ohne Kommentar zur Kenntnis genommen. Nicht aber von den Antragstellern. Sicher würde man die Entscheidung respektieren, dennoch machte man deutlich, was man von der Entscheidung hält. So sagte Direkte Demokraten-Ratsfrau Andrea Hillner: "Wir finden es bemerkenswert, dass die Stadt Braunschweig, trotz der vielen Bemühungen um Vielfalt, auch weiterhin weit von einer tatsächlichen Gleichberechtigung der Geschlechter entfernt bleibt. Das setzt im Jahr 2022 ein erschreckendes Zeichen."

Verhüllte Brüste auch in Salzgitter


Auch in Salzgitter wurde - hier von der Partei Die PARTEI - "Gleiche Brust für alle" gefordert. Auch hier stieß der Antrag auf wenig Gegenliebe, so dass der Antrag von der Fraktion zurückgezogen wurde. Der Antrag sorgte für viele Diskussionen unter den regionalHeute.de-Lesern.


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