Braunschweig. Für eine rund 6,7 Hektar große Fläche nördlich von Völkenrode, zwischen Abfalldeponie und Mittellandkanal, soll der Flächennutzungsplan geändert und ein vorhabenbezogener Bebauungsplan "Solarflächen Völkenrode-Nord" aufgestellt werden. Das hat der Verwaltungsausschuss gestern beschlossen, berichtet die Stadt am heutigen Mittwoch.
Zuvor hatten bereits der Stadtbezirksrat Lehndorf-Watenbüttel und der Ausschuss für Planung und Hochbau den Vorschlag der Verwaltung unterstützt. Mit dem Aufstellungsbeschluss soll planungsrechtlich der Weg frei gemacht werden, um auf der landwirtschaftlich genutzten Fläche eine Freiflächen-Photovoltaikanlage (FF-PVA) mit einer Leistung von 8220 kWp zu errichten.
Gesamtstädtisches Konzept wird erarbeitet
Ein privates Unternehmen als Projektträgerin des "Solarparks" hatte die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans beantragt. Die Stadtverwaltung arbeitet derzeit an einem gesamtstädtischen Konzept für FF-PVA. In diesem Zusammenhang werden viele unterschiedliche Kriterien (Umwelt, Stadtplanung, Freiraum usw.) überprüft und bewertet. Ziel ist, geeignete Standorte für FF-PVA in Braunschweig zu identifizieren. Das Konzept soll im nächsten Jahr den politischen Gremien zur Entscheidung vorgelegt werden. Sein Zweck ist es, Anträge von Vorhabenträgern zukünftig auf einer qualifizierten fachlichen Grundlage bzw. abgesicherten politischen Willensbildung bescheiden zu können.