Polizei mit viel Arbeit durch die Landesaufnahmebehörde

von Robert Braumann


Die Landesaufnahme ist überfüllt, die Polizei bekommt das in ihrer täglichen Arbeit zu spüren. Foto: Robert Braumann
Die Landesaufnahme ist überfüllt, die Polizei bekommt das in ihrer täglichen Arbeit zu spüren. Foto: Robert Braumann Foto: Robert Braumnn



Braunschweig. Mittlerweile sind in der Landesaufnahmebehörde in Kralenriede rund 2.000 Personen untergebracht, das ruft immer häufiger die Polizei auf den Plan. Joachim Grande, Pressesprecher Polizei Braunschweig, sagte zu RegionalBraunschweig.de:  "Es gibt einen erkennbaren Anstieg von Straftaten in Braunschweig, der in Bezug zur Landesaufnahmebehörde gesetzt werden kann."

Es gäbe keine konkreten Statistiken, aber man könne feststellen, dass es im Bereich von Taschendiebstählen und Diebstählen in Kaufhäusern in der Innenstadt einen Anstieg gäbe. Valide Zahlen liegen damit nicht vor. Es sei davon auszugehen, dass ein Teil der Straftaten auf das Konto von Flüchtlingen gehen würde. "Es sind meist Nordafrikaner, die hier in Erscheinung treten", so Grande. Menschen, die aus direkten Kriegsgebieten kommen, wären hingegen so gut wie nie durch Straftaten auffällig. So gut wie täglich habe er Anzeigen auf dem Tisch liegen, die sich gegen Menschen richten würden, die in der Boeselagerstraße Zuflucht gefunden haben. Auch in der LAB kommt es immer wieder zu Einsätzen. "Meist sind es kleine Rangeleien oder Diebstähle, die uns beschäftigen. Aber es macht uns immer wieder Arbeit", so Grande. Die Polizei hat die Umstände erkannt und arbeitet bereits an einer Lösung, um besser mit den gehäuften Fällen umgehen zu können. Wichtig in diesem Zusammenhang, es ginge nicht um Verurteilte, sondern nur um Tatverdächtige.

"Die Straftäter müssen spüren, dass Braunschweig nicht das gelobte Land ist"


"Die Straftäter müssen spüren, dass Braunschweig nicht das gelobte Land für sie ist, es muss klar durchgegriffen werden", so Grande. Er verweist im Zusammenhang mit Strataten aber auch darauf hin, dass es sich um einen geringen Teil der Flüchtlinge handelt, der auffällig wird. Im Verhältnis würden sich sehr wenig von ihnen so verhalten. In Kralenriede selbst fiele die Kriminalitätsrate zudem nicht höher aus, als in anderen Stadtteilen. "Bei Rewe in den Schloss-Arkaden, wird genauso viel gestohlen, wie in den Einkaufsmärken in Kralenriede, da gibt es keinen Unterschied." Die Polizei wäre aber dennoch in Kralenriede präsent. In der vergangenen Woche hatte es einen Übergriff auf eine 46-jährige Frau gegeben, zwei Asylbewerber hatten sie von ihrem Fahrrad gezogen (RegionalBraunschweig.de berichtete), dort konnte eine Zivilstreife eingreifen. Grande betont in diesem Zusammenhang noch einmal, dass es sich dabei um einen Ausnahmefall handelt. Übergriffe auf andere Personen, durch Menschen, die in der LAB untergebracht sind, habe es bis dato nicht wirklich gegeben, so der Polizeisprecher.


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