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Rekordfund: LKW-Fahrer hat 57 Kilo Ecstasy in Fahrerkabine

Rekordfund für as Hauptzollamt Braunschweig: Die Beamten hätten bei einer Routinekontrolle 57 Kilo Ecstasy bei einem LKW-Fahrer gefunden. Der größte Zufallsfund bei einer Routinekontrolle in der Geschichte des Hauptzollamtes

Der LKW-Fahrer hatte auf mehrere Taschen verteilt 57 Kilo Ecstasy dabei. Der Straßenwert beläuft sich nach Polizeiangaben auf etwa 700.000 Euro.
Der LKW-Fahrer hatte auf mehrere Taschen verteilt 57 Kilo Ecstasy dabei. Der Straßenwert beläuft sich nach Polizeiangaben auf etwa 700.000 Euro. Foto: HZA Braunschweig

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04.12.2020

Braunschweig. Wie das Hauptzollamt Braunschweig in einer Pressemitteilung erklärt, ist den Beamten eine große Charge geschmuggelter Drogen ins Netz gegangen. Über 120.000 Pillen Ecstasy habe der Zoll an der A7 im Landkreis Göttingen nahe Kassel beschlagnahmt. Es handele sich bei den rund 57 Kilogramm Ecstasy um den größten Rauschgiftfund des Hauptzollamtes Braunschweig bei einer Routinekontrolle. Die Kontrolle sei am 15. September geschehen.



Auf dem Rastplatz Staufenberg an der A7 habe der Zoll einen türkischen Lastwagen kontrolliert, eigentlich routinemäßig. In dessen Fahrerkabine hätten die Kontrollbeamten dann eine bemerkenswerte Entdeckung gemacht: gleich mehrere Taschen, die mit blauen und orangen Tabletten gefüllt gewesen seien. Typisch für Ecstasy hätten die Tabletten eine "auffällige, zweckentfremdete Prägung", hier die des amerikanischen Automobilbauers "Tesla".

Die eigentliche Ladung hingegen sei unproblematisch, wie eine genauere Untersuchung des gesamten Fahrzeugs mithilfe eines Rauschgiftspürhundes der Landespolizei Thüringen gezeigt habe. Im Vergleich seien auch ein paar selbstgestopften Zigaretten, mit denen der sichtlich nervöse Fahrer die Zöllner zu Beginn der Kontrolle habe ablenken wollen, unproblematisch.

700.000 Euro Straßenwert


"120.000 Ecstasypillen mit einem Straßenverkaufspreis von über 700.000 EUR sind nicht nur 'bei uns auf dem flachen Land' eine erschreckend große Menge. Der Fund zeigt, wie wichtig und richtig es ist, dass der Zoll nicht nur an Flug- und Seehäfen, sondern auf allen Verkehrswegen kontrolliert," kommentiert Pressesprecher Andreas Löhde vom Hauptzollamt Braunschweig. Hinsichtlich der Gefahren der "Tesla"-Tabletten, vor denen selbst in einschlägigen Internet-Foren regelmäßig gewarnt werde, meint Zollamtmann Löhde: "Die Meldungen der letzten Zeit zeigen: Meinen Kolleginnen und Kollegen von der Kontrolleinheit Verkehrswege Göttingen haben vielleicht Leben gerettet! Darum kann ich zu diesem
Fund nur gratulieren".

Der 36-jährige Fahrer sei noch vor Ort festgenommen worden und befände sich derzeit in Haft. Die Ermittlungen habe inzwischen das Zollfahndungsamt Frankfurt am Main als zuständige Behörde für die Verfolgung schwerer und organisierter (Zoll-) Kriminalität im Auftrag der Staatsanwaltschaft Göttingen übernommen.


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