So lief der erste "nacht:markt" im LokPark Braunschweig

Was als entspannter Freitagabend mit Kreativität, Musik, Food und besonderen Erlebnissen geplant war, entwickelte sich zu einem deutlich größeren Abend als erwartet.

Es war viel los bei der ersten Ausgabe des Nachtmarktes.
Es war viel los bei der ersten Ausgabe des Nachtmarktes. | Foto: Andreas Schwarz

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Braunschweig. Mehr als 1.500 Besucher kamen am 18. September zur Premiere des "nacht:markt" im LokPark Braunschweig. Was als entspannter Freitagabend mit Kreativität, Musik, Food und besonderen Erlebnissen geplant war, entwickelte sich zu einem deutlich größeren Abend als erwartet. So das Fazit der Veranstalter der pure:absicht GmbH in einer Pressemitteilung.



Eigentlich sollte es ein Abend werden, an dem man einfach mal bleibt. Durch die Halle schlendern, einen Burger essen, einen Drink ausprobieren, mit Ausstellern ins Gespräch kommen, Musik hören und vielleicht etwas entdecken, wonach man gar nicht gesucht hatte. Dann kamen immer mehr Menschen.

"Tatsächlich völlig überrannt"


„Wenn ich jetzt auf den Abend zurückblicke, denke ich eigentlich nur: Wow – was haben wir da bitte auf die Beine gestellt? Dass der nacht:markt so gut angenommen wird und wir mit mehr als 1.500 Menschen tatsächlich völlig überrannt werden, damit hätten wir niemals gerechnet. Wir sind einfach unglaublich dankbar, dass so viele Menschen gekommen sind und sich auf unsere Idee eingelassen haben“, sagt Larissa Mora Morcillo, Gründerin von pure:absicht.

Vor dem Eingang eine lange Schlange.
Vor dem Eingang eine lange Schlange. Foto: Andreas Schwarz


Ein Markt, der keiner sein wollte


Die Idee hinter dem nacht:markt war von Anfang an eine andere als die eines klassischen Marktes. Nicht schnell von Stand zu Stand, einmal alles anschauen und wieder nach Hause. Stattdessen sollte ein Abend entstehen, an dem man sich Zeit nimmt. Und genau das taten die Besucher.


34 Aussteller präsentierten in der historischen Halle Schmuck, Kunst, Keramik, handgefertigte Kleidung, Taschen, Dekoration, Hundeaccessoires und zahlreiche weitere Unikate. Dazu kamen Henna-Tattoos, Face-Painting, permanenter Schmuck und viele Möglichkeiten, selbst kreativ zu werden.

Es gab viel zu entdecken.
Es gab viel zu entdecken. Foto: Andreas Schwarz


Zwischendrin wurde gegessen, getrunken, Musik gehört und einfach verweilt. Auf dem Außengelände sorgten Foodstände für Burger, Loaded Fries und Gebäck, während im Inneren und an den Getränkeständen besondere Drinks und Specialty Coffee angeboten wurden.

Mehr Auswahl gewünscht


Dass der Andrang größer ausfallen würde als erwartet, zeigte sich dabei auch an den Stellen, an denen normalerweise niemand gerne lange wartet: Vor den Food- und Getränkeständen bildeten sich zeitweise lange Schlangen. Das kulinarische Angebot wurde von einigen Besuchern entsprechend als Punkt genannt, an dem sie sich für eine nächste Ausgabe noch etwas mehr Auswahl wünschen würden.

Für die Veranstalterinnen ist genau das ein Learning aus der Premiere. Denn mit einem Besucheraufkommen von mehr als 1.500 Menschen hatte das Team schlicht nicht gerechnet.

Auch für musikalische Unterhaltung war gesorgt.
Auch für musikalische Unterhaltung war gesorgt. Foto: Andreas Schwarz


Während draußen gegessen und angestoßen wurde, entstand in der Halle ein Abend voller kleiner Entdeckungen. Schon beim Betreten des LokParks wurden die Besucher von Juan Peñalver Madrid alias The Piano Window musikalisch begrüßt. Mitten in der Halle verwandelte Leni Weisflog einen alten Eisenbahnwaggon für eine Nacht in eine kleine Welt zwischen Traum und Wirklichkeit. Zwischen Vorhängen, Tüchern und Kerzenlicht konnten Besucher dort viktorianische Liebesbriefe gestalten – mit Papier, Tusche und Siegelwachs. Auch eine Fotobox im „Under Construction“ -Look, ein Memoboard mit Postkarten und die Feedbackbox wurden Teil des Abends.

Comedy und Live-Musik


Auf der Bühne wechselten sich Comedy und Live-Musik ab. Patrick Laumen sorgte für Comedy, anschließend standen Questline, Soul Collective und Blind Alley Project auf der Bühne. Dabei entstand kein Abend, bei dem alle auf einen einzigen großen Höhepunkt warteten. Vielmehr wechselte die Aufmerksamkeit ständig: vom Ausstellerstand zur Musik, vom Essen zum Gespräch, vom Drink zur nächsten Entdeckung, so die Analyse der Veranstalter.

Kurz vor Mitternacht wurde es noch einmal spannend. Gemeinsam mit Larissa Mora Morcillo und Vajda Jessie Lüneburg wurden die Gewinner des Gewinnspiels gezogen. In zehn Tüten hatten die Veranstalterinnen Produkte verschiedener Aussteller zusammengestellt – jeweils drei bis vier kleine Überraschungen sowie zwei Gutscheine von pure:absicht.

„Was war das bitte für ein Abend?“


Für die beiden Gründerinnen von pure:absicht war die Premiere vor allem eines: überwältigend. „Was war das bitte für ein Abend? Was ist da eigentlich passiert?“, sagt Vajda Jessie Lüneburg. „Wir sind immer noch überwältigt und vor allem unglaublich dankbar – für alle, die uns bei der Umsetzung unterstützt haben, für unsere Aussteller, Künstler und natürlich für alle, die da waren. Und ganz besonders für das ehrliche Feedback danach. Dass so viele Menschen gekommen sind, den Abend mit uns erlebt und uns ihre Gedanken mitgegeben haben, war einfach phänomenal.“

Für die Veranstalterinnen steht deshalb bereits fest: Der nacht:markt soll wiederkommen – künftig ein- bis zweimal im Jahr. Denn am Ende ging es bei der Premiere um genau das, was von Anfang an die Idee war: einen Abend zu schaffen, an dem man nicht einfach nur auf einem Markt war. Sondern einen Abend, an den man sich erinnert. Ein Abend zum Bleiben statt zum Durchlaufen.