Braunschweig. Wie berichtet, plant die Braunschweigische Landessparkasse (BLSK) große Einsparungen, darunter auch die Schließung der Filiale in der Dankwardstraße. An diesem zentralen Standort befindet sich eine umfangreiche Schließfachanlage, deren Auflösung zahlreiche Kunden unmittelbar betreffen wird. Wie es für diese weitergehen soll, wollte die SPD-Fraktion in der jüngsten Ratssitzung am Dienstag wissen.
Im Zusammenhang mit der Schließung der Filiale Dankwardstraße habe sich ein Bürger an die SPD-Fraktion gewandt. Demnach sei den Kunden als Ersatz die Nutzung von Schließfächern in der Filiale Bürgerpark angeboten worden. Der notwendige Transport von Wertgegenständen zwischen den Standorten sowie die Organisation dieses Wechsels solle aber vollständig von den Kunden selbst verantwortet werden. Damit seien nicht nur zusätzliche Kosten, sondern auch Sicherheitsrisiken verbunden, die insbesondere für ältere oder in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen eine erhebliche Belastung darstellen können, so die SPD.
Fragen der SPD
Die SPD wollte nun wissen, welche Unterstützungsangebote die BLSK den betroffenen Kunden beim Wechsel der Schließfachanlage tatsächlich macht. Dies beziehe sich nicht nur auf organisatorische Unterstützung, sondern vor allem auch auf die mit dem Transport von Wertgegenständen verbundenen Sicherheitsrisiken – insbesondere vor dem Hintergrund einer großen Zahl zeitgleich betroffener Schließfachnutzer. Wie passe es zu dem öffentlichen Auftrag der BLSK, wenn Kosten, Risiken und organisatorischer Aufwand auf die Kunden verlagert würden?
Die Stadtverwaltung holte eine entsprechende Stellungnahme der BLSK ein. Demnach seien von der Auflösung der Schließfachanlage in der Filiale Dankwardstraße rund 1.500 Kunden betroffen. Für alle Betroffenen stehe eine Folgelösung in der Filiale im Bürgerpark bereit. Für entsprechende Kapazitäten sei gesorgt.
Es besteht kein Zeitdruck
Die BLSK habe eine Reihe von Maßnahmen eingeführt, um den Wechsel möglichst sicher und kundenfreundlich zu gestalten: So sei die Räumung der Schließfächer nicht zeitkritisch. Kunden hätten ausreichend Zeit, den Wechsel durchzuführen. Zur Entzerrung des Kundenaufkommens würden die Betroffenen schrittweise mit mehreren Wochen Abstand angeschrieben. Bei Nichtreaktion folgten weitere Erinnerungsschreiben. Die ersten Betroffenen seien bereits Ende 2025 angeschrieben worden.
Doppelte Kosten würden für die Kunden nicht entstehen, wenn zunächst im Bürgerpark ein neues Fach eröffnet und dann das Fach in der Dankwardstraße im Anschluss gekündigt wird. Damit werde eine finanzielle Mehrbelastung ausgeschlossen. Sowohl in der Filiale Bürgerpark als auch in der Dankwardstraße würden zusätzliche Mitarbeiter eingesetzt. Kunden können individuell Termine buchen, um das neue Fach zu eröffnen und anschließend das alte Fach zu räumen.
Professionelles Werttransportunternehmen
Die BLSK sei sich der Sicherheitsbedenken beim Werttransport bewusst und biete deshalb bei Bedarf diskrete Termine unter Einbindung eines professionellen Werttransportunternehmens an. Man betone ausdrücklich, dass der Übergang nicht zulasten der Kunden erfolgen soll. Aufgrund der genannten Angebote bewertet die BLSK den Prozess als transparent, sicher, kundenfreundlich und fair gestaltet und im Einklang mit ihrem öffentlichen Auftrag.

