Spezielles Training im Schockraum: Klinikum macht's möglich

Nur vier Kliniken bundesweiten bieten dieses besondere Training für Notfallteams an.

Impressionen aus dem ACiLS-Kurs am Klinikum Braunschweig.
Impressionen aus dem ACiLS-Kurs am Klinikum Braunschweig. | Foto: skbs / Björn Petersen

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Braunschweig. Das Städtische Klinikum Braunschweig (skbs) ist neues ACiLS-Kurszentrum der Deutschen Gesellschaft Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA). Nach Aachen, Fürth und Villingen-Schwenningen ist Braunschweig damit der vierte Standort bundesweit, an dem Ärzte, Pflegekräfte und Mitarbeitende des Rettungsdienstes gemeinsam die Versorgung kritisch erkrankter Patienten im Schockraum trainieren können.



Das Kurszentrum am skbs stärkt damit das bundesweite Fort- und Weiterbildungsangebot für Fachkräfte der klinischen Notfall- und Akutmedizin. „Als Maximalversorger sind wir mit dem skbs auch in der notfallmedizinischen Versorgung der zentrale Ansprechpartner für die Region Braunschweig“, sagt dazu Priv.-Doz. Dr. Alina Dahmen, medizinische Geschäftsführerin des skbs. „Dass die Deutsche Gesellschaft für Notfallmedizin nun ihr wichtiges ACiLS-Training mit Teams aus ganz Deutschland an unserem Bildungscampus durchführt, macht uns selbstverständlich stolz. Das zeigt, dass das skbs auch im Bereich der Fort- und Weiterbildung eine besondere Stärke hat.“

Ärzte und Pfleger standortnah weiterbilden


„Unser Ziel ist es, unsere Kolleginnen und Kollegen künftig möglichst standortnah weiterzubilden. Sie sollen dabei lernen, was Menschen in einer schweren Erkrankungssituation brauchen, und dieses Wissen anschließend strukturiert in die Versorgung unserer Region Braunschweig einbringen“, betont Dr. Stephan Höft, stellvertretender Leiter des Interdisziplinären Notfallzentrums (INZ) am skbs. „Wir möchten sowohl unsere Assistenzärztinnen und Assistenzärzte als auch unsere Pflegekräfte insbesondere im Schockraummanagement hier vor Ort ausbilden können. Am skbs versorgen wir schwer erkrankte Patientinnen und Patienten. Es ist wichtig, dass unsere Mitarbeitenden die Abläufe gemeinsam trainieren und für diese besonderen Situationen gut vorbereitet sind“, ergänzt Dr. Ulrike Cretan, kommissarische Leiterin der Notfallmedizin und leitende Oberärztin des INZ.

Impressionen aus dem ACiLS-Kurs in Braunschweig.
Impressionen aus dem ACiLS-Kurs in Braunschweig. Foto: skbs / Björn Petersen



Der ACiLS-Kurs (Advanced Critical Illness Life Support) wird seit 2022 unter dem Dach des DGINA Notfallcampus angeboten. Er richtet sich an Mitarbeitende aus Medizin, Pflege und Rettungsdienst, die in Notaufnahmen tätig sind. Behandelt wird das sogenannte nicht-traumatologische Schockraummanagement, also die Versorgung von Menschen, die nicht durch einen Unfall, sondern durch eine Erkrankung in Lebensgefahr geraten sind.

Besonderes Merkmal des Kurses ist das interprofessionelle und interdisziplinäre Training. Nach einer umfangreichen E-Learning-Phase vertiefen die Teilnehmenden ihr Wissen in praxisnahen Workshops und Szenariotrainings. Dabei werden sowohl medizinische Fertigkeiten als auch Kommunikation, Teamarbeit sowie Führungs- und Managementkompetenzen trainiert.