whatshotTopStory

Trotz Hinweisen: Mysteriöser Mordfall bleibt ungeklärt

von Max Förster


Zwei Zeichnungen existieren, die Polizei vermutet, dass das Aussehen der Frau sich in diesem Bereich bewegt. Foto: Polizei Gifhorn
Zwei Zeichnungen existieren, die Polizei vermutet, dass das Aussehen der Frau sich in diesem Bereich bewegt. Foto: Polizei Gifhorn

Artikel teilen per:

14.04.2016


Braunschweig. Im September wurde der mysteriöse Mordfall um eine Frau neu aufgerollt, die bereits 1994 tot mit dem Gesicht nach unten in einem Wassergraben neben einem Feldweg in der Nähe von Vordorf-Eickhorst (Landkreis Gifhorn) von einer Reiterin entdeckt worden war. Hier führten im September auch Hinweise nach Braunschweig. Die seitdem eingegangen Zeugenaussagen, brachten bisher jedoch noch keine nennenswerten Fortschritte in den Ermittlungen.

Die bisherigen Erkenntnisse (Stand September 2015): Die Obduktion ergab, dass die Frau ertrunken oder am eigenen Blut erstickt war. Sie war wohl mit einem Beil angegriffen worden, ihr Gesicht war bis zur Unkenntlichkeit zerstört. Ein Problem für Jürgen Schmidt, Leiter der Kriminalpolizei Gifhorn: bis heute is die Identität der ermordeten Frau nicht geklärt. Allerdings habe man bereits Hinweise durch Zeugenaussage erhalten können, die darauf hinweisen, dass die Frau damals möglicherweise auf dem Weihnachtsmarkt gesehen wurde. Auch gebe es Hinweise über den Mantel, die die Frau an ihrem Todestag getragen habe. Eine Zeugin habe solch ein Modell auf dem Flohmarkt in Braunschweig verkauft. Die Polizei vermutet mittlerweile, dass die ermordete Person demnach in Braunschweig gelebt hat. Um weitere Hinweise zu erhalten, startete die Polizei im September einen Zeugenaufruf (regionalHeute.de berichtete).

Polizei sucht weiterhin nach Zeugen


Seit dem Zeugenaufruf haben sich laut Aussagen des Polizeipressesprechers der Polizeidirektion Gifhorn, Thomas Reuter, mehrere Zeugen gemeldet. Sachdienliche Hinweise blieben allerdings aus. Die Zeugenaussagen haben die Ermittler in dem Fall nicht weiter voranbringen können. "Wir geben die Hoffnung allerdings noch nicht auf", betonte Thomas Reuter. So liegen der Polizei noch weitere Hinweise und Aussagen vor, die nun weiter untersucht werden sollen.

Sachdienliche Hinweise werden belohnt


Auch wenn es unwahrscheinlich erscheint, fragt die Polizei, ob es Zeugen gibt, die in den Nächten zum 23. beziehungsweise 24. Dezember 1994 im näheren und weiteren Tatortbereich Beobachtungen machten, die eventuell mit der Tat in Zusammenhang zu bringen sein könnten. Zum Tathergang: Die unbekannte Tote sei mit dem Täter in einem Fahrzeug auf den Feldweg zwischen den Ortschaften Eickhorst und Vordorf gefahren sein. Hier kam es aus unbekannten Gründen zu dem Angriff auf das Opfer, das zu flüchten versuchte und dabei brutal niedergeschlagen und anschließend in das Wasserloch geworfen wurde. Für Hinweise, die zur Überführung des Täters führen, hat die Polizeidirektion Braunschweig eine Belohnung in Höhe von 2.500 Euro ausgesetzt.

Lesen Sie auch:


https://regionalbraunschweig.de/mord-spuren-fuehren-nach-braunschweig/


zur Startseite