Veranstaltungsreihe "Zukunftsfragen – kontrovers"


| Foto: Sina Rühland



Braunschweig. Über das Thema "Ethik der Wissenschaften – Hochschule zwischen privater Aneignung und politischer Steuerung" diskutieren Ministerin Dr. Gabriele Heinen-Kljajić, Hannover, Prof. Dr. Regine Kollek, Hamburg, am Montag, 26. Januar, um 19 Uhr im Neuen Senatssaal, TU-Altgebäude, Pockelsstr. 4. Die Moderation übernimmt Dr. Karen Minna Oltersdorf.

In den heutigen, vor allem den westlichen, Gesellschaften wird der Wissenschaft und der Technik viel Vertrauen, aber auch viel Misstrauen entgegengebracht. Manche Technologien haben ihre ganz sichtbaren Schattenseiten – zum Beispiel die Atomkraft – andere werden kontrovers diskutiert wie zum Beispiel die Gentechnik. Vielfach bergen Technologien widersprüchliche Möglichkeiten, sind zu militärischen wie friedlichen Zwecken einzusetzen. Wie kann man Wissenschaft so transparent machen, dass die Gesellschaft informiert mitentscheiden kann? Sind die Ziele der Freiheit der Forschung und diejenigen ihrer gesellschaftlichen oder politischen Lenkung miteinander vereinbar? Was verändert sich an der Landschaft der „Forschung und Entwicklung“ durch die zunehmende Abhängigkeit von privaten Geldgebern und wie weit geht diese Abhängigkeit konkret? Anhand ausgewählter Beispiele werden die Rednerinnen diese Fragen diskutieren.

Dr. Gabriele Heinen-Kljajić ist seit Februar 2013 Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur. Sie promovierte in Politikwissenschaft und ist seit 2003 Mitglied des Niedersächsischen Landtages. In dieser Eigenschaft war sie Sprecherin für Wissenschaft, Kultur und Erwachsenenbildung der Landtagsfraktion, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und parlamentarische Geschäftsführerin der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Prof. Dr. Regine Kollek ist Biologin und seit Oktober 1995 Professorin für Technologiefolgenabschätzung der modernen Biotechnologie in der Medizin im Forschungsschwerpunkt Biotechnik, Gesellschaft und Umwelt der Universität Hamburg (FSP BIOGUM). Sie war lange Jahr Mitglied des Nationalen Ethikrates und des Deutschen Ethikrates (2001-2012; 2001-2005 stellvertretende Vorsitzende) und hat viele Expertisen zu Fragen der modernen Biotechnologie und Reproduktionstechnologie erstellt.

Dr. Karen Minna Oltersdorf ist Geschäftsführerin des Haus der Wissenschaft Braunschweig GmbH. Nach einem Studium der Psychologie arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an verschiedenen Hochschulen und als Projektleiterin in der Wirtschaft.

Veranstalter: Gruppe "Wissen und Kritik" der TU Braunschweig in Zusammenarbeit mit dem Haus der Wissenschaft Braunschweig GmbH und der Kooperationsstelle Hochschulen – Gewerkschaften an der TU Braunschweig. Weitere Informationen unter www.tu-braunschweig.de/zukunftsfragen


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