Braunschweig. Aufgrund der hohen Nachfrage, schlägt die Stadtverwaltung vor, zum kommenden Schuljahr 2017/18 insgesamt 210 weitere Plätze in der Schulkindbetreuung zu schaffen. Die Zahl der Plätze würde sich damit auf voraussichtlich 4021 erhöhen.
Die Stadt reagiert damit auf die ungewöhnlich stark gestiegene Platznachfrage, die sich erst zur Planungskonferenz im März abgezeichnet hat. Zugleich kündigte Dezernentin Dr. Hanke an, im Rahmen des Schulentwicklungsplans zu prüfen, wie der Ganztagsausbau forciert werden kann. Insgesamt seien zur Planungskonferenz Anträge für über 400 Plätze gestellt worden. Daher habe sich die Stadtverwaltung entschlossen, über die schon im Haushalt vorgesehenen 100 Plätze noch weitere 110 zu schaffen, die aus nicht benötigten Mitteln des Haushalts 2016 finanziert werden sollen. „Wir schaffen mehr Plätze, um dem deutlich gestiegenen Bedarf zu begegnen“, sagte Sozial- und Jugenddezernentin Dr. Hanke.
Schuki Plus ist sinnvoll und pragmatisch
Ein Vorschlag, an welchen Schulen die zusätzlichen Plätze geschaffen werden, wird in den kommenden Wochen erst erarbeitet. Dabei sind die bisher nicht berücksichtigten Anträge zur Planungskonferenz die Grundlage. Der Rat entscheidet über den Verwaltungsvorschlag am 16. Mai. Kriterien für den Vorschlag werden die Versorgungsquote an der jeweiligen Schule und die Umsetzbarkeit sein. An vielen Schulen werde das Programm „Schuki Plus“ die einzige Möglichkeit sein, zusätzliche Plätze kurzfristig einzurichten. Die Dezernentin weiter: „Hier zeigt sich, wie sinnvoll und pragmatisch unser Vorschlag zu „Schuki Plus“ war, denn es ermöglicht uns, kurzfristig mehr Plätze auch dort zu schaffen, weil ein etwas flexiblerer Umgang mit der Raumnutzung möglich ist.“
Beschluss in den Sommerferien?
Voraussetzungen für eine Ganztagsschule in Lehndorf
Wie angekündigt schlägt die Verwaltung in ihrer Vorlage auch vor, die Kindergartengruppe im Lehndorfer Turm zu schließen. „Damit schaffen wir die entscheidenden Voraussetzungen, den Umbau der Grundschule Lehndorf zur Ganztagsschule bis zum Schuljahr 2018/19 schaffen zu können und so auf einen Schlag eine große Zahl neuer Schulkindplätze zu schaffen.“ Allen betroffenen Eltern der Kita-Gruppe sind mehrere Alternativen angeboten worden.