Breites Protestbündnis will Schacht Konrad "umzingeln"

Heute will ein Protestbündnis den Schacht Konrad zu umstellen. Die Sternfahrt läuft bereits.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Rudolf Karliczek

Salzgitter. Wie die Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad und der BUND Niedersachsen in Pressemitteilung berichten, will ein Protestbündnis am heutigen Sonntag Schacht Konrad in Salzgitter "umzingeln". Demnach läuft zur Stunde eine Sternfahrt, die am Schacht Konrad in einer Demo enden soll. Auch Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel (CDU) äußerte sich positiv über die Aktion. Mit der Aktion soll gegen eine eventuelle Lagerung von Atommüll im ehemaligen Eisenbergwerk demonstriert werden.


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Seit 11:30 Uhr seien Menschen aus der Region auf dem Fahrrad, zu Fuß oder mit dem Auto in Richtung Salzgitter unterwegs, um gegen eine Nutzung der alten Eisenmine "Schacht Konrad" als Atommülllager zu demonstrieren. Um 14 Uhr soll die Aktion in einer Kundgebung vor dem Schacht selbst gipfeln. BUND und AG Schacht Konrad sprechen dabei davon, das alte Bergwerk zu umzingeln. Für AG-Chef Ludwig Wasmus ist der jahrzehntelange Kampf erst beendet, wenn der Schacht endgültig als Endlager aufgegeben wird: „Seit 40 Jahren kämpfen wir gegen die Lagerung von Atommüll in Schacht KONRAD. Vor 20 Jahren wurde die Genehmigung erteilt. Trotzdem ist das Endlager immer noch nicht in Betrieb und wir werden verhindern, dass es jemals in Betrieb geht.“

Auch Klingebiel unterstützt die Aktion


Auch für Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel gehört das Endlager nicht nach Salzgitter. Seine Stadt könne da aber wenig tun. Die Bundesregierung müsse sich in dieser Frage bewegen: "Es ist die Aufgabe der Bundesregierung, für eine sichere Lagerung radioaktiver Abfälle zu sorgen, die die Menschen mindestens eine Million Jahre vor radioaktiver Strahlung schützt. Die Bundesumweltministerin hat sich jedoch bisher einem Gespräch mit dem Bündnis Salzgitter verweigert und will an dem Projekt festhalten, nur weil es einmal vor 20 Jahren genehmigt worden ist. Das ist unverantwortlich und verärgert mich sehr.“


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