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BSC Acosta will Vereinsheim abtreten: Nun soll die Stadt zahlen



Braunschweig

BSC Acosta will Vereinsheim abtreten: Nun soll die Stadt zahlen

von Alexander Panknin


Im Juli 2013 brannte es auf dem Vereinsgelände. Der BSC Acosta übernahm die Kosten für die Sanierung. Archivfoto: Frank Vollmer
Im Juli 2013 brannte es auf dem Vereinsgelände. Der BSC Acosta übernahm die Kosten für die Sanierung. Archivfoto: Frank Vollmer Foto: Frank Vollmer/Archiv

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Braunschweig. Der Sportverein BSC Acosta hat die Verwaltung gebeten, das seit 1984 bestehende Vertragsverhältnis über das Vereinsheim auf der Bezirkssportanlage Franzsches Feld aufzuheben. Dies geht aus einer Vorlage hervor, die aktuell in den politischen Gremien der Stadt diskutiert wird.



Der Verein habe kurz nach Vertragsbeginn das damalige Bestandsgebäude in Eigenregie und gemäß vertraglicher Vereinbarung abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Dieses vom Verein errichtete Gebäude ist noch heute in unveränderter Form vorhanden. Der Verein möchte seine Vereinsaktivitäten künftig hauptsächlich auf den vereinssportlichen Betrieb seiner verschiedenen Abteilungen und Sparten ausrichten und nicht mehr ein eigenes Vereinsheim inklusive gastronomischem Betrieb unterhalten.

Der Mietvertrag stammt aus dem Jahr 1984. In den alten Verträgen sei es so geregelt, dass nach Aufkündigung sämtliche Anlagen in den Besitz der Stadt übergehen. Neue Verträge regelten die mittlerweile anders, so dass Mieter nach Beendigung des Mietverhältnisses eine Entschädigung für Baukosten von Gebäudeerweiterungen erhalten. Der Verein BSC Acosta bittet deswegen ebenfalls für die zwischenzeitlich umgesetzten Bauvorhaben entschädigt zu werden.

28.000 Euro Restwert


Die Verwaltung gibt an, dass aus den Unterlagen nicht ersichtlich sei, warum auf eine solche Regelung im damaligen Vertrag verzichtet worden ist. Der Verein habe sich stets ordnungsgemäß um das Mietobjekt gekümmert. So auch, als 2013 Sanierungsarbeiten nach einem Feuer notwendig wurden. Ermittelt worden sei ein Zeitwert der Aufbauten von 28.000 Euro. Haushaltsmittel würden in ausreichender Höhe im städtischen Haushalt 2018 zur Verfügung stehen, so die Verwaltung.

Eine endgültige Entscheidung wird der Verwaltungsausschuss zu verantworten haben. Zuvor wird sowohl der Sport- als auch der Finanzausschuss seine Empfehlung aussprechen.


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