Wolfenbüttel

Bürger Museum: Stiftung förderte die erste Aktivstation


„Geschichte fassbar machen“ – Die Curt Mast Jägermeister Stiftung förderte die erste Aktivstation im Bürger Museum Wolfenbüttel. Foto: Museum Wolfenbüttel
„Geschichte fassbar machen“ – Die Curt Mast Jägermeister Stiftung förderte die erste Aktivstation im Bürger Museum Wolfenbüttel. Foto: Museum Wolfenbüttel

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02.10.2017

Wolfenbüttel. Mit der Förderung der Curt Mast Jägermeister Stiftung konnte im Bürger Museum die erste Aktivstation zum Thema „Flucht“ realisiert werden. Es werden drei Geschichten von Kindern und Jugendlichen erzählt, die in den Jahren 1945, 1999 und 2014 ihr Heimatland verlassen mussten.



Exemplarisch sind die tatsächlichen Schicksale von Brigitte aus Pommern, Shquipe aus dem Kosovo und Kahled aus Syrien ausgewählt. „Das Bürger Museum möchte auch für die jungen Besucher die Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes ‚greifbar‘ machen. Kinder und Jugendliche werden Tag für Tag in der eigenen Schulklasse mit aus anderen Ländern Geflohenen und ihren Biografien konfrontiert. Die Gründe der Flucht sind immer gleich: Krieg, Not und Verfolgung“, sagte Dr. Sandra Donner anlässlich eines Termins, bei dem die „Fluchtkiste“ mit dem großen, neugierig machenden Fragezeichen auf der Tür ihrer Bestimmung übergeben wurde.

Dr. Sandra Donner weiter: „Wir freuen uns, dass sich die Curt Mast Jägermeister Stiftung auch für das Bürger Museum engagiert.“ Das Museum Wolfenbüttel und die Curt Mast Jägermeister Stiftung verbindet eine langjährige Zusammenarbeit. In der Vergangenheit förderte die Wolfenbütteler Stiftung bereits die Rekonstruktion des Anna Amalia-Zimmers im Schloss Museum und die 2015/16 stattgefundenen Ausstellungen mit den berühmten Künstlern Markus Lüpertz und Günther Uecker.

„Wir wollen helfen, dass Kinder und Jugendlich spielerisch an historische Themen herangeführt werden. Mit Hilfe der Fluchtkisten kann der heranwachsenden Generation auf anschauliche Weise Geschichte vermittelt werden. Flucht ist ein hochaktuelles Thema. Unser Anliegen ist es, das Alleinstellungsmerkmal des Bürger Museums nachhaltig zu unterstützen“, sagte Prof. Dr. Christoph Helm, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Curt Mast Jägermeister Stiftung.

Manja Puschnerus, Geschäftsführerin der Curt Mast Jägermeister Stiftung: „Kinder interessiert Geschichte, wenn es sie berührt. So kann man am besten in ein Thema eintauchen. Deshalb haben wir uns gefreut, eine Kinderkiste zum Anfassen für das Bürger Museum zu finanzieren.“

Die Aktivstation ist ein weiteres wichtiges Modul der museumspädagogischen Arbeit des Museums Wolfenbüttel. „Mit dieser speziellen Ebene für Kinder, Schüler, Jugendliche aber auch Erwachsene bietet die Dauerpräsentation des Bürger Museums ein neues Angebot, selbst aktiv zu werden“, sagte die Museumspädagogin Cortina Teichmann. „In der Kiste befinden sich die Fluchtrucksäcke der drei Flüchtlinge, ihr Inhalt erzählt die Geschichte ihrer Flucht. Unser Anliegen ist es, Verständnis und Empathie für die Situation von Menschen, die ihre Heimat verloren haben, zu entwickeln. Dieses Angebot richtet sich auch an Schulklassen. Eine Unterrichtseinheit zu diesem Thema kann im Bürger Museum gebucht werden.“

Entwickelt wurden und werden die Stationen mit der Berliner Agentur gewerk design, die für die gesamte Ausstellungspräsentation im Bürger Museum verantwortlich ist, die Inhalte werden vom Museum Wolfenbüttel erarbeitet. Mit Hilfe des Fördervereins des Museums und weiterer privater Förderer werden zu neuen Themen in den nächsten Wochen zwei weitere Lernstationen entwickelt.


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