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CDU im Bürgerdialog zum geplanten Bordellbetrieb: Plattform und Petition können Widerstand unterstreichen



CDU im Bürgerdialog zum geplanten Bordellbetrieb: Plattform und Petition können Widerstand unterstreichen

Am Donnerstagabend wurde auf Facebook über die Bordell-Pläne in Braunschweig gesprochen.

von Anke Donner


Symbolbild.
Symbolbild. Foto: pixabay

Braunschweig. Die CDU Braunschweig hat am gestrigen Abend einen Online-Dialog zum Thema Bordell in Braunschweig abgehalten. Via Facebook konnten die knapp 50 Teilnehmer mit Thorsten Köster, Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion Braunschweig, über das viel diskutierte Vorhaben sprechen.



Eineinhalb Stunden lang konnte die CDU-Facebook-Gemeinde ihre Fragen zu dem Bordellbetrieb stellen, der in der Berliner Straße entstehen soll. Die Braunschweiger CDU hatte in der Vergangenheit ihren Standpunkt zu den Bordell-Plänen deutlich gemacht. Und so wurde auch am gestrigen Abend wieder klar, dass die Christdemokraten alle Hebel in Bewegung setzen wollen. Thorsten Köster beantworte ausführlich die Fragen, die unter anderem die rechtliche Seite des Vorhabens beleuchteten. Auch verkündete Köster, dass es sich mit einem erneuten Schreiben an den Oberbürgermeister der Stadt wenden wolle. Der bisherige Schriftverkehr zwischen den Christdemokraten der Verwaltung sei laut Köster nicht zufriedenstellend gewesen. Auch erklärte Köster, dass er ganz klar einen "Trading-Down-Effekt" sehe.

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Zur Sprache kam während des Dialogs auch immer wieder, eine Plattform entstehen zu lassen, auf der Informationen, Kritiken und Anregungen gesammelt und zusammengeführt werden könnten. Die CDU selbst, so Köster, würde solch eine Plattform nicht einrichten wollen. Grundsätzlich sei es aber eine gute Idee. Aber solch eine Plattform sei in der Struktur der Anwohner und Bürger besser aufgehoben. In einem späteren Austausch könne man dazu noch einmal konkreter werden, schlug Köster vor.


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Ebenso könne man eine Petition starten. Dieser Vorschlag von Architekt Reinhard Beier traf auf große Resonanz, zumal einige Teilnehmer bekundeten, dass sie bereits Unterschriften in den betroffenen Wohngebieten und Straßenzügen gesammelt hätten. Auch damit wolle man sich in naher Zukunft intensiver beschäftigen.


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Luca Lehmann vom Verein Solwodi sprach begleitend zu der Diskussion über das Thema Prostitution und machte deutlich, dass ihrer Meinung und Erfahrung nach Prostitution immer mit Gewalt und Zwang einhergehe. "Wir haben hier Stellung bezogen, da wir grundsätzlich die Ansicht vertreten, dass das System der Prostitution gegen die Würde des Menschen, gegen die Gleichstellung von Frau und Mann und immer Gewalt und Macht bedeutet", so Lehmann und veranschaulichte dies anhand einer kurzen Präsentation.

Den CDU-Dialog gibt es auch noch einmal zu Anschauen unter der Facebookseite der CDU


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