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CDU möchte Helmut Kohl Platz für Braunschweig



Braunschweig

CDU möchte Helmut Kohl Platz für Braunschweig

von Anke Donner


„Der Kanzler der Einheit hat sich große Verdienste um Deutschland erworben, das sollten wir angemessen ehren", sagt Klaus Wendroth, Vorsitzender der CDU-Fraktion. Fotomontage: Nick Wenkel
„Der Kanzler der Einheit hat sich große Verdienste um Deutschland erworben, das sollten wir angemessen ehren", sagt Klaus Wendroth, Vorsitzender der CDU-Fraktion. Fotomontage: Nick Wenkel

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Braunschweig. Die CDU im Rat der Stadt Braunschweig würde es begrüßen, den Platz an der Volkswagenhalle in Helmut-Kohl-Platz umbenennen. In einem Schreiben an Oberbürgermeister Ulrich Markurth hat die CDU-Fraktion ihre Idee vorgeschlagen.



Damit soll das Wirken Kohls in und für Deutschland gewürdigt und für nachfolgende Generationen sichtbar gemacht werden, erklärt die CDU. Klaus Wendroth, Vorsitzender der CDU-Fraktion sagt: „Helmut Kohl hat sich in seiner Zeit als Bundeskanzler große Verdienste um Deutschland und für die europäische Einigung erworben. Er wird immer der Kanzler der Einheit sein – das sollten wir mit einer Platzbenennung angemessen ehren.“ Derzeit gehört der Platz an der Volkswagenhalle zum Europaplatz. Die multifunktionale Arena ist zwar einziger Anlieger, dafür aber umso prominenter. „Der von uns vorgeschlagene Helmut-Kohl-Platz passt sich hervorragend in die umliegenden Straßen und Plätze ein. Als überzeugter Europäer hätte es Kohl sicherlich gefallen, wenn der nach ihm benannte Platz direkt an den Europaplatz anschließt. Und auch die Nähe zur Konrad-Adenauer- sowie zur Theodor-Heuss-Straße passt genau“, erklärt Wendroth die konkrete Ortswahl der CDU.

Bezirksrat soll beraten


Der am 3. April 1930 in Ludwigshafen geborene Kohl war am 16. Juni in seinem Haus in Ludwigshafen-Oggersheim verstorben. Kohl war 16 Jahre lang, von 1982 bis 1998, Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, so lange wie bisher niemand anderes. In seine Regierungszeit fallen das friedliche Zusammenwachsen Europas und die friedliche Revolution in der damaligen DDR, die ihren Abschluss am 3. Oktober 1990 mit der Wiedervereinigung fand. „Die wichtigen Grundlagen für die spätere Einheit haben zweifelsohne unsere Landsleute in der damaligen DDR gelegt. Doch Helmut Kohl hatte bereits frühzeitig erkannt, welche Chancen sich aus den Ereignissen in der DDR ergeben. Schon im Dezember 1989 hatte er, im Angesicht zehntausender jubelnder Menschen in Dresden, von einer möglichen Wiedervereinigung gesprochen und dafür tosenden Applaus erhalten. Gleichzeitig führte das Vertrauen, welches Kohl bei den anderen Staats- und Regierungschefs genoss, zur Überwindung ihrer Vorbehalte gegen ein geeintes Deutschland“, erklärt Wendroth seine Einschätzung der historischen Leistungen Kohls.


Für die Benennung von Straßen, Wegen und Plätzen sind nach dem Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetz die jeweiligen Stadtbezirksräte zuständig. In diesem Fall ist das der Bezirksrat Westliches Ringgebiet. Wendroth schlägt in seinem Brief an den Oberbürgermeister deshalb vor, dass seitens der Verwaltung für die nächste Sitzung am 1. August eine entsprechende Beschlussvorlage eingebracht werden soll. Die Umbenennung des Platzes könnte nach den Vorstellungen der Mitglieder der CDU-Fraktion dann im Rahmen einer kleinen Feierstunde zum diesjährigen Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober erfolgen.

Im Podcast: So findet die Region die Idee


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