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CDU-Seniorenunion informiert sich über Islam



Wolfenbüttel

CDU-Seniorenunion informiert sich über Islam


Janis Berzins (mitte rechts), Islambeauftragter der Landeskirche, informiert 
die CDU-Senioren.  Davor die fünf Säulen, die Aufforderung zum Handeln. Foto: Privat
Janis Berzins (mitte rechts), Islambeauftragter der Landeskirche, informiert die CDU-Senioren. Davor die fünf Säulen, die Aufforderung zum Handeln. Foto: Privat Foto: Privat

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Wolfenbüttel. Die CDU-Seniorenunion informierte sich kürzlich über den Islam. Das geht aus einem Bericht des Sickter Altbürgermeisters Dieter Lorenz hervor, den regionalHeute.de an dieser Stelle ungekürzt und unkommentiert veröffentlicht.




Beim Bemühen, sich über das Zusammenleben unserer Gesellschaft in der Gegenwart zu informieren, hatten die CDU Senioren Janis Berzins, Islambeauftragter der Evangelischen Landeskirche, eingeladen. Kreisvorsitzende Monika Bötel begrüßte den Referenten und betonte, dass es wichtig sei, sich mehr über den Islam und über Muslime zu informieren. Janis Berzins stellte sich vor. Er sei hauptberuflich als Pastor in der evangelischen Gemeinde „St. Pauli“ in Braunschweig tätig. Aufgrund seiner Studien sei er zum Islambeauftragten ernannt worden. Das sei ein Ehrenamt neben seiner Tätigkeit als evangelischer Pastor. Berzins wies darauf hin, dass Religion eine stark polarisierende Wirkung habe, so zum Beispiel besonders in den USA. Dort sei das Christentum radikaler als bei uns.

Der Islam ist jünger als das Christentum, obwohl die Ursprünge die gleichen Wurzeln haben. Es entwickelten sich im Laufe der Zeit verschiedene Richtungen. Der Islam versteht sich als Vollendung des von Juden und Christen entstellten reinen Glaubens und wurde im siebten Jahrhundert vom Propheten Mohammed als Religion gestiftet. Danach ist Allah der einzige Gott. Der Koran ist die Heilige Schrift des Islam. Er besteht aus 114 Suren, die nach dem Prinzip der abnehmenden Länge geordnet sind. Er beginnt mit der längsten und endet mit der kürzesten Sure. Auf dieser Grundlage baut sich das alle Lebensbereiche umfassende religiöse Gesetz, die „Scharia“ auf. Die Trennung von Geistlichem und Weltlichem ist dem Islam fremd. Besondere Bedeutung haben die „fünf Säulen“, die sich auf die Taten der Muslime beziehen, es sind Hauptpflichten, die ein Muslime erfüllen muss: 1. Glaubensbekenntnis, 2. Pflichtgebete fünfmal am Tag, 3. Almosengeben, 4. Fasten im Monat Ramadan und 5. Wallfahrt nach Mekka (einmal im Leben). Das Besondere am Gebet zum Beispiel ist, dass es den Tagesablauf prägt und als Reinigung der Seele und des Herzens verstanden wird. Es erfolgt in arabischer Sprache, auf der ganzen Welt. Eine besondere Stellung nimmt das Gebet am Freitagnachmittag ein, das in der Moschee verrichtet wird.

In der Diskussion kamen Tagesfragen zum Miteinander und zur Beachtung unseres Grundgesetzes durch die Muslime zur Sprache. Monika Bötel dankte Janis Berzins für seine sehr sachlichen und informativen Informationen. Großer Beifall der Teilnehmer unterstrich dies. Bereits vor einem Jahr hatten die CDU-Senioren die Wolfenbütteler Moschee besucht, jetzt ist ein weiterer Baustein geschaffen für gelingende Zusammenarbeit mit den hier lebenden Muslimen. Die nächste Zusammenkunft ist am Montag den 18.04 um 15.00 Uhr im „Hotel Forsthaus“ in Wolfenbüttel. Referent ist der frühere Bundestagsabgeordnete Jochen Konrad Fromme.



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