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Christlich-muslimischer Kindergarten erst im Frühsommer 2018



Gifhorn

Christlich-muslimischer Kindergarten erst im Frühsommer 2018

von Sandra Zecchino


Die Eröffnung des christlich-muslimischen Kindergarten verzögert sich, da die Räume vorerst für eine Kinderkrippe benötigt werden. Symbolbild: pixabay
Die Eröffnung des christlich-muslimischen Kindergarten verzögert sich, da die Räume vorerst für eine Kinderkrippe benötigt werden. Symbolbild: pixabay

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Gifhorn. Der christlich-muslimische Kindergarten "Abrahams-Kinder" öffnet erst im Frühsommer 2018 seine Pforten. Zu dieser Verzögerung kommt es, weil erst der Umzug der 'Gifhörnchen' in den Kindergartenneubau später als geplant durchgeführt werden konnten und nun die Stadt das Gebäude für eine Kinderkrippe benötigt.



Im Gespräch mit regionalHeute.de erläuterte Ingetraut Steffenhagen von der Dachstiftung Diakonie den aktuellen Planungsstand des Kindergartenprojektes der katholischen Pfarrei St. Altfrid, der türkisch-islamischen Gemeinde zu Gifhorn und der Dachstiftung Diakonie.

Als Räumlichkeit für den neuen Kindergarten waren die Räume der Kindergartengruppe 'Gifhörnchen' geplant. Zu ersten Verzögerungen sei es jedoch bereits gekommen, da deren Neubau nicht zum geplanten Zeitpunkt fertig gestellt wurde und sich der Umzug dementsprechend verzögerte, erkläre Steffenhagen. Aufgrund der zeitlichen Ungewissheit seien weniger Anmeldungen eingegangen als im Vorfeld erwartet, so Steffenhagen weiter.

Stadt benötigt Räume für Kinderkrippe


Zwischenzeitig hätte die Stadt Gifhorn den Kontakt gesucht, da es bei den Kinderkrippenplätzen zu einem Engpass gekommen sei. Um diesen kurzfristig zu beheben, wurde die Entscheidung getroffen, in den ehemaligen Räumen der 'Gifhörnchen' eine Krippe einzurichten und die Eröffnung des christlich-muslimischen Kindergartens auf den Frühsommer 2018 zu verschieben, schließt Steffenhagen.

Hintergrund:


Im April unterzeichneten die katholische Pfarrei St. Altfrid, die türkisch-islamischen Gemeinde zu Gifhorn und die Dachstiftung Diakonie einen Kooperationsvertrag. Wie Hans-Peter Daub, Vorstand der Dachstiftung Diakonie damals betonte, stehe hinter dem Projekt der Gedanke, dass die Voraussetzung für ein gelingendes Miteinander der Kulturen das gegenseitige Verständnis sei. Und dieses übe sich im Kindesalter am leichtesten ein, so Daub in der damaligen Pressemitteilung.

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