Commerzbank: SPD lehnt Übernahmeversuch von Unicredit ab

Die SPD-Bundestagsfraktion stellt sich entschieden gegen den Übernahmeversuch von Unicredit bei der Commerzbank. "Die Commerzbank ist eine systemrelevante Bank, die immer wieder unter Beweis stellt, dass sie eigenständig sehr erfolgreich agieren kann.

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Commerzbank-Filiale (Archiv)
Commerzbank-Filiale (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

Berlin. Die SPD-Bundestagsfraktion stellt sich entschieden gegen den Übernahmeversuch von Unicredit bei der Commerzbank.


"Die Commerzbank ist eine systemrelevante Bank, die immer wieder unter Beweis stellt, dass sie eigenständig sehr erfolgreich agieren kann. Außerdem ist sie ein großer Arbeitgeber hier vor Ort", sagte die finanzpolitische Sprecherin der Fraktion, Frauke Heiligenstadt, der "Rheinischen Post" (Dienstag).

"Unser Finanzminister Lars Klingbeil hat UniCredit mehrfach aufgefordert, Übernahmeversuche zu unterlassen. Mit dem neuen Angebot versucht Unicredit, die 30-Prozent-Hürde zu knacken und damit mehr und mehr Kontrolle über die Commerzbank zu erlangen. Wir lehnen diesen Versuch ab, genauso wie es in der Vergangenheit das Commerzbank-Management, der Betriebsrat und die Bundesregierung getan haben", sagte sie. "Gleichwohl ist es jetzt Sache des Vorstands und des Aufsichtsrates, eine Empfehlung an die Aktionäre auszusprechen. Wir als SPD-Bundestagsfraktion stehen hinter der Commerzbank und ihren Beschäftigten."

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