whatshotTopStory

Coronatest: Zugriff auf Schüler-Daten würde vieles erleichtern

Datenschutz sollte, so der Oberbürgermeister, nicht das zentrale Thema dieser Stunden sein.

von Anke Donner


Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel.
Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel. Foto: Anke Donner

Artikel teilen per:

12.11.2020

Salzgitter. Während eines Gesprächs zur Coronalage in Salzgitter sprach Oberbürgermeister Frank Klingebiel auch die Situation in den Schulen an. Dabei stellte er auch fest, dass das Thema Datenschutz die Arbeit des Gesundheitsamtes besonders in diesem Bereich erschwere. Eine Datenfreigabe der Schulen würde die Benachrichtigung bei einem positiven Befund oder der Kontaktnachverfolgung deutlich erleichtern, so Klingebiel.



Aktuell unterrichten 18 Schulen in der Stadt im Szenario B. Bei all diesen Schulen waren Klassenverbände unter Quarantäne gestellt. Wichtig ist hierbei, dass der Anstieg des Inzidenzwertes auf über 100 aufgrund der Landesverordnung automatisch dazu führt, dass der Unterricht in den von Quarantänemaßnahmen betroffenen Schulen in geteilten Lerngruppen stattzufinden hat. Der Wechsel von Szenario A ins Szenario B wird in Eigenverantwortung der jeweiligen Schule vom Schulleiter vollzogen. In sechs Kitagruppen befinden sich Gruppenverbände und Betreuungskräfte ebenfalls in Quarantäne. Dass man die Schüler im Szenario B, also in geteilten Klassen, unterrichtet, hält Klingebiel für den richtigen Weg. So könne man das Infektionsgeschehen eindämmen und aber auch dem Recht auf Bildung gerecht werden. Einzig bei der Benachrichtigung von positiv getesteten Schülern und der Kontaktnachverfolgung sehe er Verbesserungsbedarf. Doch leider mache ihm der Datenschutz einen Strich durch die Rechnung. Vieles würde sich leichter gestalten, wenn es einen schnelleren Zugriff auf die Daten durch das Gesundheitsamt geben würde.

Oberbürgermeister Frank Klingebiel erklärt, warum die Datenfreigabe vieles erleichtern würde.



Klingebiel würde auch eine bundesweite Einführung des Szenario B an Schulen für sinnvoll halten. Warum er das so sieht, erfahren Sie hier.


zur Startseite