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Cremlinger Grünen begrüßen Naturschutzgebiet Herzogsberge



Wolfenbüttel

Cremlinger Grünen begrüßen Naturschutzgebiet Herzogsberge


Blick auf den Offenlandbereich in den Herzogsbergen. Foto: Diethelm Krause-Hotopp
Blick auf den Offenlandbereich in den Herzogsbergen. Foto: Diethelm Krause-Hotopp Foto: Diethelm Krause-Hotopp

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Cremlingen. Auf ihrer jüngsten Fraktionssitzung diskutierten die Cremlinger Grünen über den Entwurf des Landkreises Wolfenbüttel zur Ausweisung des Naturschutzgebietes (NSG) Herzogsberge, teilt Fraktionsvorsitzender Diethelm Krause-Hotopp mit.



Die Herzogsberge, mit ihren weitläufigen Offenlandbereichen und den vorhandenen Wäldern, sind einzigartig in unserer Region. Stark gefährdete oder sogar vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten sind hier noch zu finden. Bedeutende Amphibienvorkommen, insbesondere Springfrosch und Kammmolch, haben sogar landesweite Bedeutung und müssen geschützt werden.

Vorwiegend naturnahe und strukturreiche Eichen- und Buchenmischwälder sind hier vorhanden sowie bedeutende Altholzbestände (200-jährige Buchen). „Aus Sicht der Grünen rechtfertigt diese Einmaligkeit die Ausweisung als Naturschutzgebiet“, so der Fraktionsvorsitzende Diethelm Krause-Hotopp.


Auch aus Sicht der Hundebesitzer bei den Grünen hat der Landkreis tragfähige Kompromisse für das Ausführen der Hunde im zukünftigen Naturschutzgebiet gefunden. „Der Landkreis hätte auch ein absolutes Hundeverbot vorschlagen können“, so Ratsmitglied Ulrike Siemens. Nun sollen Hunde ganzjährige angeleint auf den Wegen gehen dürfen.
Auch für Spaziergänger und Fahrradfahrer hat der Landkreis Kompromisse angeboten. Statt eines Betretungsverbots soll ein geändertes Wegekonzept erarbeitet werden, das beiden Gruppen den Besuch auf gekennzeichneten Wegen ermöglicht.

Aus Sicht der Grünen haben Drachen allerdings nichts im Schutzgebiet zu suchen, auch nicht auf den Wegen. „Wir sind froh, dass es den Schäfer gibt, der das Gebiet mit seinen Schafen in einem erhaltenswerten Zustand erhält und sollten ihm das Leben nicht unnötig erschweren“, so Andreas Schlechtweg, Ortsratsmitglied in Cremlingen.
Demnächst wird der Kreistag endgültig über die Verordnung entscheiden.


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