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Dachstuhlbrand: Feuerwehr muss Putzstunde unterbrechen


In Vechelde musste die Feuerwehr einen Dachstuhlbrand bekämpfen. Foto: Feuerwehr Foto: Feuerwehr

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09.12.2016

Vechelde. Ein brennender Dachstuhl hielt am Donnerstagabend die Feuerwehr auf Trapp.



Die Ortsfeuerwehr Vechelde/Wahle war gerade mit der Fahrzeug- und Gerätepflege beschäftigt, als am Donnerstag um 20.08 Uhr eine Alarmmeldung „Hildesheimer Straße – verdächtiger Rauch“ einging. Die Ausrückzeit war kurz, schließlich mussten die Einsatzkräfte nicht von zuhause aus das Feuerwehrhaus anfahren.

Mittels des „rescuetrack-Navigationsgerätes“ im Einsatzleitwagen fand der stellvertretende Ortsbrandmeister Manfred Roth die Einsatzstelle in der Nähe der Vechelder Polizeistation rasch. Die Hauseigentümer waren selbst gerade erst eingetroffen und hatten die ausgelösten Heimrauchmelder und Brandgeruch bemerkt.

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Die Feuerwehrleute fanden eine starke Verrauchung und hohe Wärmeentwicklung im Spitzboden vor. Der erste Angriffstrupp konnte sich nur tastend und mit Unterstützung einer Wärmebildkamera orientieren. Nachdem die Fenster im Spitzboden gefunden und geöffnet waren, wurde mittels eines Belüftungsgerätes die Entrauchung eingeleitet. Nachdem nun im Spitzboden die Sichtverhältnisse besser waren, konnten mit der Wärmebildkamera Bereiche mit erhöhter Temperatur in der Dachschräge geortet werden.


Nun begann die mühsame Arbeit: Großflächig musste das Dach von Innen geöffnet werden. Nachdem die Verkleidung und die Dampfsperre entfernt waren, schlugen den Einsatzkräften direkt die Flammen entgegen. Die Nachalarmierung des Feuerwehrstützpunktes Bettmar zur Unterstützung mit Atemschutztrupps war deshalb erforderlich. Insgesamt wurden zwei Trupps der Ortsfeuerwehr Bettmar und drei Trupps des Feuerwehrschwerpunktes eingesetzt.

Mehrfach sah es so aus, das es zu einem offenen Dachstuhlbrand kommen würde. Zwischen den Dachsparren breitete sich das Feuer bis zum Schornstein aus. Nur vom Drehleiterkorb aus konnten die Schindel und die Holzverkleidung in mühsamer Arbeit beseitigt und nachgelöscht werden. Insgesamt wurden drei Lösch-Schläuche eingesetzt.

Dadurch, dass der Feuerwehrschwerpunkt sofort mit dem voll besetzten Löschzug ausrücken konnte und die Brandbekämpfung ohne Zeitverzögerung umfänglich begann, wurde der Abbrand des Daches verhindert. Deshalb blieb es bei einem Mittelbrand. Aufgrund der thermischen Aufbereitung der Dachdämmung und des Holzes des Dachstuhles wäre sicherlich drei Minuten später mit einem größeren Brand zu rechnen gewesen.

Zugführer Manfred Roth und Gemeindebrandmeister Peter Splitt waren nach eigener Aussage mit dem Einsatzablauf zufrieden. Gegen Mitternacht war der Einsatz beendet, allerdings war die Arbeit der Einsatzkräfte damit noch nicht vorbei, die Fahrzeug- und Gerätepflege musste fortgesetzt werden.






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