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Der Corona-Effekt: Stauaufkommen hat sich 2020 fast halbiert



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Der Corona-Effekt: Stauaufkommen hat sich 2020 fast halbiert

Der staureichste Tag im vergangenen Jahr war der Dienstag, der staureichste Monat der September. Am wenigsten Staus gab es im April während des ersten Lockdowns.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Rudolf Karliczek

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Viel Homeoffice, wenig Reiseverkehr – die Pandemie hat sich im Jahr 2020 deutlich auf das Stauaufkommen in Niedersachsen ausgewirkt. Insgesamt haben sich die Fahrzeuge auf 73.249 Kilometern gestaut, das sind 46 Prozent weniger als im Vorjahr (2019: 136.864). Dabei verbrachten die Verkehrsteilnehmer bei 39.297 Staus insgesamt 21.929 Stunden auf den Autobahnen. Hauptursache für den Staurückgang war das geringere Verkehrsaufkommen, das bundesweit rund 12 Prozent unter dem Vorjahresniveau lag. Das berichtet der ADAC in einer Pressemitteilung.



Was sich auch in Corona-Zeiten nicht verändert habe, sei die Abhängigkeit der Staumenge von der Bautätigkeit: Wenn es Staus gab, dann vor allem in, beziehungsweise vor den Baustellenbereichen, allen voran auf der A 7 nördlich von Hannover. Der Abschnitt zwischen Berkhof und Schwarmstedt sei mit 3.681 Staukilometern niedersächsischer Spitzenreiter. Auch die landesweiten Plätze drei und vier werden von derselben Baustelle belegt. Zwischen Schwarmstedt und Westenholz gab es 2.669 und zwischen Mellendorf und Berkhof 2.650 Staukilometer. Ebenfalls unter die Top 5 schafft es die A 7-Baustelle im Raum Hildesheim. Zwischen Hildesheim und Derneburg/Salzgitter stauten sich die Fahrzeuge auf einer Gesamtlänge von 2.218 Kilometern. Insgesamt wurden auf der A 7 im vergangenen Jahr 26.204 Staukilometer verzeichnet, das waren 42 Prozent weniger als im Vorjahr.

A1, A 28 und A2 auf den Spitzenplätzen


Ganz weit vorn liegt auch die A 1: Zwischen Osnabrück-Hafen und dem Kreuz Lotte/Osnabrück gab es baustellenbedingt 3.292 Kilometer Stau, der zweithöchste Wert in Niedersachsen, bei der Anzahl der Staus erreicht dieser Abschnitt mit 1.452 Meldungen sogar den ersten Platz. Weitere Schwerpunkte auf der A 1 waren die Abschnitte zwischen Osnabrück-Nord und Osnabrück-Hafen mit 2.004 sowie zwischen Bremen-Brinkum und Bremen-Arsten mit 1.504 Staukilometern. Insgesamt summierten sich die Staukilometer auf der A 1 auf 21.140, das sind 40 Prozent weniger als im Jahr 2019.

39 Prozent weniger Stau auf der A2


Auf der A2 gab es im vergangenen Jahr lediglich im Westen von Hannover größere Bauarbeiten, und genau dort stauten sich vornehmlich die Fahrzeuge, allerdings auf deutlich niedrigerem Niveau als auf der A 7 und A 1. 1.127 und damit die meisten Staukilometer auf der Ost-West-Verbindung gab es zwischen Rehren und Bad-Eilsen-Ost, gefolgt von 846 Kilometern in der anderen Fahrrichtung auf demselben Abschnitt. Auf 690 Kilometern stauen sich die Fahrzeuge zwischen Garbsen und Wunstorf-Luthe. Die Gesamtsumme der Staukilometer betrug auf der A2 11.436 und damit 39 Prozent weniger als im Vorjahr.

A28 neu auf dem "Siegertreppchen"


Ein weiterer Autobahnabschnitt fiel im vergangenen Jahr auf, der es normalerweise nicht in die Top 3 der niedersächsischen Staubilanz schafft. Auf der A28 wischen Oldenburg-Wechloy und Neuenkruge standen die Fahrzeuge auf insgesamt 1.367 Kilometern und damit länger als auf dem staureichsten A2-Abschnitt.

Staureichste Tage


Den mit 22 Kilometern längsten Stau des Jahres gab es am 15. September auf der A 7 zwischen Northeim-West und Rhüden (Harz), er war allerdings schon nach knapp drei Stunden beendet. Am längsten gedauert hat der 20 Kilometer lange Stau zwischen Mellendorf und Westenholz am 15. Dezember. 17 Stunden mussten die Verkehrsteilnehmer hier insgesamt ausharren. Beide Spitzentage lagen außerhalb von Ferien oder Feiertagen. Überhaupt war das Staugeschehen geprägt von Lockdown und Lockerungen und nicht vom Reiseverkehr. Der staureichste Tag im vergangenen Jahr war der Dienstag, der staureichste Monat der September. Am wenigsten Staus gab es im April während des ersten Lockdowns.


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