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Die Anti-AKW-Bewegung in Japan vor und nach Fukushima



Braunschweig | Wolfenbüttel

Die Anti-AKW-Bewegung in Japan vor und nach Fukushima


Die Organisatoren der  Veranstaltung am 29.9. um 19:00 h in St. Thomas/ Wolfenbüttel, Jahnstr. 5 mit dem Thema „Anti-Atom-Bewegung in Japan“ Von links: Bodo Walther, Jutta Salzmann, Paul Koch, Takashi Kunimoto,  Foto: privat
Die Organisatoren der Veranstaltung am 29.9. um 19:00 h in St. Thomas/ Wolfenbüttel, Jahnstr. 5 mit dem Thema „Anti-Atom-Bewegung in Japan“ Von links: Bodo Walther, Jutta Salzmann, Paul Koch, Takashi Kunimoto, Foto: privat Foto: privat

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Wolfenbüttel. Traditionsgemäß wird bei der Abschlussveranstaltung der olympischen Spiele zu den nächsten „Spielen“ in 4 Jahren eingeladen. So wurde nun in Rio zu den olympischen Sommerspielen vom 24. Juli bis zum 9. August 2020 nach Tokio / Japan eingeladen. Japan, das „Land der aufgehenden Sonne“, war schon immer faszinierend, aber was wissen wir wirklich von Japan?



Gibt es in Japan eine Anti-AKW-Bewegung? Wenn ja, warum hört man so wenig davon? Prof. Dr. Steffi Richter wird Antworten auf diese Fragen geben können, so hoffen die Veranstalter (Jutta Salzmann von der Evangelischen Erwachsenenbildung Braunschweig, Bodo Walther vom Arbeitskreis Japan der Ev.-luth. Landeskirche Braunschweig, Takashi Kunimoto , Japanischer Dokumentarfilmer, und Paul Koch, Sozialdiakon I.R. und Projektreferent).
Prof. Dr. Richter ist seit 1996 Professorin für Japanologie an der Universität Leipzig und war mehrfach in Japan. Sie hat sich vor Ort auch mit dem Thema „Fukushima“ beschäftigt. Zusammen mit Prof. Dr. Lisette Gebhardt vom Fachbereich Japanologie der Uni-Frankfurt hat sie das „Lesebuch Fukushima“ herausgebracht.


Wie ähnlich die Probleme in Japan und Deutschland in der Frage der (End-) Lagerung von Atommüll sind, wird Takashi Kunimoto mit seinem Kurz-Dokumentar-Film „Endlager“ am Anfang der Veranstaltung am 29.9. zeigen. In seinem Film zeigt Takashi Kunimoto Bürger in der Nähe von Asse II und Bürger in Naturschutzgebieten in Japan, die sich gegen Pläne der Regierung wehren, dort ein Endlager zu errichten. Die Ähnlichkeit der Probleme im Zusammenhang mit der Atomenergie in Japan und Deutschland interessiert auch Prof. Dr. Richter. Sie kommt nicht nur als Referentin, sondern auch als Interessierte. So wird sie zusammen mit den Veranstaltern der Abendveranstaltung unter andere, das Info-Zentrum Asse und das Info Zentrum Konrad besuchen. Gespräche mit Vertretern von Bürgerinitiativen sollen ihr helfen ein eigenes Bild zu machen.

Der Arbeitskreis Braunschweig ist Mitorganisator


Der „Arbeitskreis Japan“ der Ev. – luth. Landeskirche in Braunschweig unterstützt in der Partnerkirche, die 'Japanische Evangelisch Lutherische Kirche' vorwiegend die Suchthilfe in der Millionenstadt Osaka, dort in einem sozialen Brennpunkt-Stadtteil namens Kamagasaki. Diakon Bodo Walther, der Vorsitzende des Arbeitskreis Japan, war neun Jahre für die Landeskirche in Japan in der Suchthilfe tätig und wird auch im nächsten Jahr wieder für zwei Monate in die Partnerkirche reisen.

Mit dem folgenschweren Erdbeben, der Tsunami und dem Nuklear-Unfall in Fukushima im März 2011 startete die Landeskirche sofort eine Sammelaktion für die Opfer in Japan. In kurzer Zeit kamen 135.000 Euro zusammen, die an die japanische Partnerkirche übergeben wurde. Nicht nur die Entfernung von ca. 9.000 km, sondern auch die Mentalität und vor allem die Sprache, machen es schwer, kontinuierlich an Informationen aus Japan, über die notwendige Kommunikation der Partnerschaftsarbeit hinaus, zu gelangen.

Der „Arbeitskreis Japan“ erhofft für sich und für die interessierte Öffentlichkeit weitergehende Informationen über Japan und betätigt sich deshalb gerne als Mitorganisator der Veranstaltung am Donnerstag, den 29.9. um 19:00 h in St. Thomas, Wolfenbüttel (Jahnstr. 5), wenn Prof. Dr. Steffi Richter (Uni-Leipzig / Japanologie) über die „Anti-AKW-Bewegung – vor und nach Fukushima“ sprechen wird.


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