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DIE LINKE beklagt theatralische Geldverschwendung


Karsten Färber beschäftigt weiterhin die Theater-Frage. Foto: DIE LINKE
Karsten Färber beschäftigt weiterhin die Theater-Frage. Foto: DIE LINKE Foto: DIE LINKE

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03.03.2017

Goslar. In einer Pressemitteilung äußert sich Karsten Färber, Vorsitzender DIE LINKE Ortsverband Goslar, zu den Plänen von SPD und Investor Tessner und hält weiterhin an der Lösung "Multifunktionsaula" in der Goldenen Aue fest.


„Goslar ist eine arme Stadt; deshalb musste es dem Zukunftsvertrag zustimmen. Dadurch ist Goslar keine reiche Stadt geworden. Goslar ist noch immer arm – auch arm an Kultur. Goslar musste das Odeon schließen, weil es kein Geld hat. Nun wollen der reiche Tessner und die arme SPD ein „Kaiserpfalztheater“ bauen. Dies soll auch für open air –Veranstaltungen so wie die Gandersheimer Domfestspiele genutzt werden. Kleines Manko: die Kaiserpfalz als Kulisse kommt nicht in Frage, weil sie hinter den Zuschauer_innen steht. Auch die Finanzierung und Unterhaltung entspricht dem Kinderkrimi „Die drei Fragezeichen“.“

DIE LINKE favorisiere weiterhin ein Theater im Neubau des Schulzentrums Goldene Aue. Goslar könne so eine Millionensumme einsparen, der Landkreis ohnehin Geld für die Aula in die Hände nehmen müsste. "Eine multifunktionelle Aula hätte einen Synergieeffekt, von dem die Stadt Goslar mit einer Theaterspielstätte und der Landkreis mit der Schule profitieren würden,“ erklärt dazu der linke Ortsverbandsvorsitzende Karsten Färber.

"SPD spielt Kulturschickeria gegen die Jugend aus"


Außerdem wäre das „Schul“-Theater eine willkommene Spielstätte für die Schultheatergruppen und die Jugend-Musicals von „Bühnenreif“. „Die SPD spielt hier die Kulturschickeria, die in der Pause Sekt trinken möchte, gegen die Jugend aus,“ fügt Färber spitz hinzu. „Wenn die SPD etwas von vernünftiger Haushaltsführung verstehen würde, käme sie nicht auf die Idee, einen Theaterneubau zu unterstützen. Herr Tessner wird das „Kaiserpfalztheater“ nicht der Stadt schenken, sondern vermieten. Diese laufenden Kosten übersteigen schnell die Finanzierung des „Schul“-Theaters in der Goldenen Aue,“ rechnet Färber vor. Im Namen von DIE LINKE schließt er mit dem Satz: „Lieber ein günstiges Theater für alle als ein teures Theater für wenige, das alle bezahlen müssen.“


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