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Dieses Kraut kann für Tiere tödlich sein

von Robert Braumann


Jakobskreuzkraut. Foto: Pixabay
Jakobskreuzkraut. Foto: Pixabay Foto: Pixabay

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09.11.2016

Region. In den letzen Jahren breitet sich auch in unserer Region das Jakobskreuzkraut immer weiter aus. Für Tiere kann der Verzehr tödlich enden.



Dr. Holger Kreye, Landwirtschaftskammer Bezirksstelle Braunschweig, sagte gegenüber regionalHeute.de, dass da Jakobskreuzkraut überall in der Region vorkomme, einen bestimmten Schwerpunkt gebe es nicht. Er ergänze: "Wenn man den Zeitraum länger fasst (über 10-15 Jahre), kann man eine Ausbreitung bestätigen. Durch die gesteigerte Aufmerksamkeit in den letzten fünf Jahren, ist das Vorkommen aber eher rückläufig. Das Jakobskreuzkraut hat von der Extensivierung der Flächennutzung profitiert. Dies gilt insbesondere für Bracheflächen und extensiv genutztes Grünland. Bei diesem Grünland handelt es sich sehr oft um Pferdeweiden, die nicht ausreichend gepflegt werden und deren Grasnarbe geschädigt ist. Als zweijährige Pflanze kann sich das Jakobskreuzkraut dort verstärkt etablieren."

Pferde und Rinder gefährdet


Das Problem: Die Pflanze ist giftig, auch im getrocknetem Zustand. Seine Giftigkeit beruht auf der Wirkung verschiedener Pyrrolizidin-Alkaloide, die zu chronischen Lebervergiftungen führen. Besonders gefährdet sind Pferde und Rinder. Jede Verfütterung sollte demnach vermieden werden. Auf Bracheflächen (unter anderem an Straßenrändern) sei die Pflanze keine Gefahr für Tiere. Auf Nichtkulturland könne man sie auch positiv sehen, da die Blüten als Nahrungsquelle für Insekten dienen würden. "Auf Grünlandstandorten kann das Jakobskreuzkraut chemisch und mechanisch bekämpft werden. Wenn man die Pflanze kennt und die Mühe nicht scheut, ist sie gut zu verdrängen. Die Beschreibung der Pflanze ist in verschiedenen Internetforen gut dargestellt. Es gibt auch Informationsflyer zu diesem Thema von verschiedenen Organisationen. Wichtig ist, dass die Maßnahmen konsequent durchgeführt werden. Dies betrifft vor allen Dingen auch die Pflege der Grasnarbe, die sehr oft vernachlässigt wird. Je mehr Lücken eine Grasnarbe zeigt, desto höher ist das Risiko, dass sich das Jakobskreuzkraut etablieren kann", so Dr. Holger Kreye.[image=396728 alignright]


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