Disko-Messerstecher vom Karfreitag: Anklage lautet versuchter Mord

Das Landgericht Braunschweig nennt nun weitere Details der Tat.

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Symbolbild Foto: pixabay

Braunschweig. Am Karfreitag des letzten Jahres wurde am frühen Morgen ein damals 35-Jähriger in einem Braunschweiger Club niedergestochen und lebensgefährlich verletzt. Nur wenige Tage später vermeldete die Staatsanwaltschaft die Festnahme eines Tatverdächtigen. Gegen diesen beginnt nun am morgigen Donnerstag der Prozess vor dem Braunschweiger Landgericht. Die Anklage lautet "versuchter Mord", wie das Landgericht in einer Pressevorschau berichtet.



Dem heute 23-jährigen Angeklagten, der sich seit seiner Festnahme in Untersuchungshaft befindet, wird vorgeworfen, sich am frühen Morgen des 15. April in einer Diskothek am Gieseler aufgehalten zu haben. Zwischen dem späteren Opfer und einer weiteren Person, die sich in einem gesonderten Verfahren verantworten muss, sei es zu einer Auseinandersetzung wegen einer Jacke gekommen, in deren Verlauf der damals 35-Jährige dieser weiteren Person mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen habe.

Von hinten zugestochen


Der Angeklagte, der hinter dem Geschädigten gestanden und die Auseinandersetzung beobachte habe, habe den Entschluss gefasst den damals 35-Jährigen zu töten, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft. Er habe dazu seine Position hinter dem Geschädigten genutzt und habe auf den Mann von hinten mit einem mitgeführten Butterflymesser mindestens fünf Mal eingestochen, wodurch dieser lebensgefährlich verletzt wurde. Laut Auskunft der Staatsanwaltschaft vom April 2022 seien zwei Notoperationen zur Rettung des Mannes erforderlich gewesen.

Fünf Verhandlungstermine


Der Prozess beginnt am 26. Januar. Fortsetzungstermine sind für den 27. Januar sowie 3., 20. und 22. Februar angesetzt.


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