Dokumentationsraum der Samsonschule ab nächsten Sonntag regelmäßig geöffnet

Ehrenamtliche übernehmen dann jeweils am Wochenende die Aufsicht.

Der Freundeskreis Samsonschule während des Arbeitstreffens im Emil- Berliner-Saal; mittig mit heller Strickjacke Dr. Elke-Vera Kotowski, rechts daneben Tobias Arendt und links am Eckplatz Claudia Fricke.
Der Freundeskreis Samsonschule während des Arbeitstreffens im Emil- Berliner-Saal; mittig mit heller Strickjacke Dr. Elke-Vera Kotowski, rechts daneben Tobias Arendt und links am Eckplatz Claudia Fricke. | Foto: Bündnis gegen Rechtsextremismus in Stadt und Landkreis Wolfenbüttel

Wolfenbüttel. Die Samsonschule am Neuen Weg 50 beziehungsweise Leopold-Zunz-Platz 1 mit ihrem Dokumentationsraum zur jüdischen Schul- und Lebensgeschichte der ehemaligen Schüler ist vom kommenden Sonntag, 15. Februar, an samstags und sonntags jeweils von 11 bis 17 Uhr geöffnet und für alle Interessierten kostenlos zugänglich, heißt es in einer Pressemitteilung.



Nach einem öffentlichen Aufruf hätten sich über 20 Personen aus der Wolfenbütteler Zivilgesellschaft bereitgefunden, sich als „Aufsichts- und Ansprechperson für Haus + Dokumentationsraum“ zur Verfügung zu stellen. Inzwischen hat ein zweites Treffen mit praxisorientierter Diskussion und Einweisung durch Dr. Elke-Vera Kotowski, Leiterin des Forschungsbereichs „Deutsch-jüdisches Kulturerbe“ und Chefkuratorin der Moses Mendelssohn Stiftung, sowie Claudia Fricke als Präventionsbeauftragte der Polizeiinspektion Wolfenbüttel, erfolgreich stattgefunden.

Ein verbindlicher Einsatzplan


Mit den übermittelten Grüßen des geschäftsführenden Direktors des Moses-Mendelsohn-Institutes, Dr. Stefan Brauckmann, der durch das erste Treffen geführt hatte, und einigen lokalen Akteuren ist für die Wochenenden bis Ende April 2026 (mit Ausnahme des Osterwochenendes, an dem das Haus geschlossen bleibt) ein verbindlicher Einsatzplan entstanden, um das Gebäude und die Ausstellung zuverlässig für die Öffentlichkeit zugänglich und erlebbar zu machen.

Diese zeitnahe Umsetzung sei ein starkes Zeichen der Wolfenbütteler Zivilgesellschaft für Demokratie, Vielfalt und Toleranz im Sinne von Lessings Ring-Parabel aus „Nathan der Weise“ und gegen Antisemitismus und rechtes Gedankengut, auf das alle Bürger in Stadt und Landkreis stolz sein können, heißt es in der Pressemeldung.

Ins öffentliche Bewusstsein gerückt


Die Samsonschule werde damit wieder weiter ins öffentliche Bewusstsein gerückt und als historisch bedeutender Ort mit aktueller Nutzung als Wohn- und Erlebensquartier wahrgenommen. Auch die zusätzlich angedachte Nutzung als Lern- und Besuchsort für Schülerinnen und Schüler nehme weiter Gestalt an, wie Tobias Arendt als Vertreter der Kulturstadt Wolfenbüttel e. V. mit Verbindung in die Schullandschaft bei diesem Treffen zu berichten wusste.

Das konstruktive und ergebnisorientierte dreistündige Arbeitstreffen des „Freundeskreis Samsonschule“ klang mit guten Gesprächen und viel Vorfreude auf die kommenden Wochenenden im Hause aus. Weitere Interessierte an der beschriebenen ehrenamtlichen Tätigkeit können sich unter sabine@resch-hoppstock.de melden.

Themen zu diesem Artikel


Schule Schule Wolfenbüttel