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"Dort spielen sonst Kinder" - Kleingartenverein fordert nach Autounfall Konsequenzen

Am vergangenen Montag durchbrach ein Auto Zaun und Hecke eines Kleingartens. Es sei nicht der erste Unfall, bei dem nur durch Zufall niemand verletzt wurde.

von Marvin König


Der Maschendrahtzaun bot keine ausreichende Sicherheit für im Garten spielende Kinder. Es hätte übel ausgehen können. (Symbolbild)
Der Maschendrahtzaun bot keine ausreichende Sicherheit für im Garten spielende Kinder. Es hätte übel ausgehen können. (Symbolbild) Foto: Pixabay

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04.02.2020

Wendessen. Nachdem am gestrigen Montag ein Toyotafahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und den Zaun zu einem Kleingarten im Ortsteil Wendessen durchbrach (regionalHeute.de berichtete), fordert der Vorstand des Kleingärtnervereins nun Konsequenzen.


"Wir sind unglaublich dankbar, dass bei diesem Unfall kein Mensch zu Schaden gekommen ist"

- Felix Siebert, 1. Vorsitzender des KGV Wendessen e.V.



Es sei nicht der erste heftige Unfall an dieser Stelle. "Vor einigen Jahren fuhr ein Auto mit voller Geschwindigkeit im Sommer in den am Randstreifen abgestellten Auto eines Gartenfreundes. Auch hier ist wie durch ein Wunder niemand verletzt worden- an beiden Fahrzeugen entstand damals Totalschaden", erinnert sich Siebert.

Der Maschendrahtzaun schützte nicht



Nur ungern wolle er sich Vorstellen, welche Auswirkungen der Kontrollverlust des Toyotafahrers zu einer anderen Jahreszeit gehabt hätte: "Das Auto ist in einen Garten gefahren, in dem sonst Kinder spielen, und an der Stelle zum Stillstand gekommen, an der sonst die Sonnenliegen der Gartenfreunde stehen." Der Vorsitzende fügt mit Bedauern hinzu: "Eigentlich, so dachten wir, ist durch den Maschendrahtzaun zur Straße hin nahezu sichergestellt, dass Kinder gefahrlos dort spielen können.

Zweifel am Tempo des Fahrers



Eine Hecke, den Maschendrahtzaun und drei Betonpfeiler nahm das Fahrzeug mit, bevor es mitten im Garten stand. Laut Siebert wecken die Schäden und der Ort, an dem das Fahrzeug endgültig zum Stehen gekommen ist, Zweifel daran, dass das innerstädtische Tempolimit von 50 km/h eingehalten worden ist.

Eine "Rennstrecke" am Kleingarten



Im Kleingartenverein beobachte man immer wieder, dass der Ortseingang - sowohl ortseinwärts als auch ortsauswärts - regelmäßig von Kraftfahrzeugen als Rennstrecke genutzt werde. "Die 'Rennstrecke' führt genau an der Anlage des KGV Wendessen entland", hebt der Vereinsvorsitzende hervor. "Aus Sorge um die Gartenfreundinnen und Freunde und ihre Familien und Gäste, sowie um die Einwohner des Ortes
Wendessen möchten wir eindringlich darum bitten, sich der Situation anzunehmen und diesen Bereich sicherer zu gestalten."

Muss erst ein Mensch zu Schaden kommen?



Für die Zeit des Gartenfestes zum 70. Jubiläum des Kleingartenvereins habe der Vorstand damals eine Senkung der Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h beantragt und genehmigt bekommen. "Diese Maßnahme hat deutlich zur Sicherheit beigetragen und ist von den allermeisten Verkehrsteilnehmerinnen und Teilnehmern akzeptiert und eingehalten worden", resümiert Siebert. Er würde sich wünschen, dass diese oder andere Maßnahmen zur Sicherheit im Sinne aller Bewohner und Gartenfreunde in Wendessen ergriffen würden. "Wir möchten nicht, dass erst ein Mensch zu Schaden kommen muss, bis an diesem Brennpunkt gehandelt wird."


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