Durstlöscher für Insekten: So helfen Sie Bienen & Co. durch den Sommer

Der NABU Niedersachsen zeigt, wie Insektentränken bei Hitze sicher helfen.

Auch Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und weitere Insekten brauchen an heißen Tagen Wasser.
Auch Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und weitere Insekten brauchen an heißen Tagen Wasser. | Foto: NABU/Sebastian Hennigs

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Region. Heiß und trocken ist es derzeit in Niedersachsen. Viele Menschen stellen deshalb bereits zusätzliches Wasser für Haus- und Wildtiere zur Verfügung. Doch auch Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und weitere Insekten sind an diesen heißen Tagen auf unsere Unterstützung angewiesen. Der NABU Niedersachsen ruft dazu auf, ihnen mit einer einfachen Insektentränke zu helfen.



Denn Wasser benötigen Insekten nicht nur, um ihren eigenen Durst zu stillen. „Manche Wildbienen brauchen es beispielsweise, um Lehm anzufeuchten, in den sie ihre Gänge und Brutzellen bauen“, erklärt Lamin Neffati, Pressesprecher des NABU Niedersachsen. Gerade in längeren Trockenperioden werden geeignete Wasserstellen zunehmend knapp.

Kleine Tränke mit großer Wirkung


Dabei lässt sich schon mit wenigen Handgriffen viel bewirken. Für eine Insektentränke reicht eine flache Schale, die mit kleinen Steinen und etwas Moos ausgestattet wird. Die Steine sollten etwa zur Hälfte aus dem Wasser ragen. So finden die Tiere sichere Landeplätze und können trinken, ohne ins Wasser zu fallen.

Auch das Moos erfüllt eine wichtige Funktion. Es nimmt Feuchtigkeit auf und bietet den Insekten zusätzliche Trinkmöglichkeiten. Die Tränke sollte an einem gut sichtbaren Platz im Garten, auf dem Balkon oder auf dem Fensterbrett stehen und regelmäßig mit frischem Wasser versorgt werden.

Hygiene ist dabei ein zentraler Faktor. Das Wasser sollte täglich gewechselt und die Schale gründlich mit heißem Wasser ausgespült werden. Chemische Reinigungsmittel sind nicht nötig und sollten nicht verwendet werden.

Auch kleine Teiche auf Balkonen können Insekten helfen, wenn sie richtig gestaltet sind. In Maurereimern können Pflanzen wie Rohrkolben, Froschlöffel, Fieberklee oder Sumpfschwertlilie Halt bieten und es den Tieren ermöglichen, sicher zum Wasser und wieder hinauszugelangen.

Tödliche Fallen vermeiden


Nicht geeignet sind dagegen tiefe Gefäße mit steilen Wänden. Ohne Steine, Pflanzen oder andere Ausstiegshilfen können sie für Insekten zur tödlichen Falle werden. Auch Kleinvögel, Käfer, Spitzmäuse, Eichhörnchen oder Igel sind gefährdet. Offene Wasserbehälter sollten deshalb abgedeckt oder mit sicheren Ausstiegsmöglichkeiten versehen werden.

„Wenn die Tränke richtig gestaltet und gepflegt wird, steht der Erfrischung für Biene und Co. nichts im Weg“, so Neffati. „Und es bleibt nicht nur bei den Insekten. Wo Bienen, Hummeln und Schmetterlinge unterwegs sind, lassen sich bald auch Vögel blicken. So entsteht direkt vor der Balkon- oder Gartentür ein lebendiges Zusammenspiel der Tierwelt, das für uns jeden Tag neue Beobachtungen bereithält und zeigt, wie viel naturnahes Leben schon auf kleinstem Raum möglich ist.“

Insektentränken sind damit eine einfache Möglichkeit, Tiere während heißer und trockener Tage zu unterstützen. Wer darüber hinaus mehr für Wildbienen und andere Insekten tun möchte, kann beim NABU Niedersachsen ein reich bebildertes Informationspaket bestellen.

Es enthält Baupläne für Insektennisthilfen sowie die Broschüre „Bienen, Wespen und Hornissen“. Das Paket ist gegen Einsendung einer Fünf Euro Banknote beim NABU Niedersachsen, Stichwort Insekten, Alleestraße 36, 30167 Hannover, erhältlich.