Sie sind hier: Region >

"Ein Endlager in unserem Landkreis wird es mit mir nicht geben" - Uwe Schäfer für die Landratswahl nominiert



"Ein Endlager in unserem Landkreis wird es mit mir nicht geben" - Uwe Schäfer für die Landratswahl nominiert

Über 97 Prozent der anwesenden CDU-Mitglieder stimmten am Mittwochabend für den derzeitigen stellvertretenden Landrat.

von Alexander Dontscheff


Uwe Schäfer möchte neuer Landrat werden. Archivbild.
Uwe Schäfer möchte neuer Landrat werden. Archivbild. Foto: Werner Heise

Wolfenbüttel. Am Mittwochabend fand im Herzog Heinrichs eine besondere Mitgliederversammlung der CDU zur Nominierung des Kandidaten für die Landratswahl im kommenden Jahr statt. In diesem Rahmen wurde der derzeitige stellvertretende Landrat Uwe Schäfer mit über 97 Prozent der Stimmen gewählt. In seiner Auftaktrede thematisierte er auch die derzeitige Diskussion über eine Endlagersuche für Atommüll. "Ein Endlager im Landkreis Wolfenbüttel wird es mit mir nicht geben", so sein Versprechen.



Im Gespräch mit regionalHeute.de freute sich Uwe Schäfer aber zunächst über sein Wahlergebnis. Nicht nur im Bezug auf die breite Zustimmung, sondern auch dass er es über 97 Prozent geschafft habe, mache ihn froh. Als bekennender Eintracht-Braunschweig-Fan und so kurz vor dem Derby hätte er ein Ergebnis mit einer 96 vor dem Komma nicht annehmen können, so Schäfer lachend.

Deutlich ernster ist dagegen das Thema Endlagersuche, die laut Bundesgesellschaft für Endlagerung derzeit komplett offen ist (regionalHeute.de berichtete). Theoretisch komme also auch ein Standort im Landkreis Wolfenbüttel infrage. Dies wolle Schäfer nicht zuletzt angesichts der Vorbelastung durch die Asse um jeden Preis verhindern. Man müsse allerdings beizeiten damit beginnen dagegen anzuarbeiten.


"Gemeinsam mehr erreichen"


Ansonsten wolle er seine Kandidatur unter das Motto "Gemeinsam mehr erreichen" stellen. Als Landrat würde er sich nicht nur einer Partei, einer Bevölkerungsschicht oder einer bestimmten Gebietskörperschaft verpflichtet fühlen, sondern allen Einwohnerinnen und Einwohnern des Landkreises. Auch könne man gemeinsam mehr für die Bürger erreichen. Als Beispiel nannte er das Thema Umweltschutz. Dies könne nur gemeinsam mit den Landwirten und nicht gegen sie gelingen. Weitere Schwerpunkte seines Wahlkampfes würden Wirtschaft, Energie und der Glasfaserausbau seien. Auch bei letzterem sei ein gemeinsames Vorgehen der einzelnen Gemeinden erfolgsversprechender.


zum Newsfeed