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„Ein guter Kompromiss, mutig und Vorausschauend“



Wolfsburg

„Ein guter Kompromiss, mutig und Vorausschauend“


Der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Wolfsburg, Hartwig Erb, ist zufrieden. Foto: IG Metall
Der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Wolfsburg, Hartwig Erb, ist zufrieden. Foto: IG Metall

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Wolfsburg. Die IG Metall und Volkswagen haben am 21. Februar einen Tarifkompromiss gefunden der sich sehen lassen kann. Neben der Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4,3 Prozent ab dem 1. Mai kann vor allem das neue tarifliche Zusatzgeld in Höhe von 27,5 Prozent, dass ab 2019 gezahlt wird, als Verhandlungserfolg bewertet werden. Das teilt die IG Metall mit.



Ab 2019 gibt es ein neues „Tarifliches Zusatzgeld“ in Höhe von 27,5 % eines Monatseinkommens pro Jahr. Statt Geld können 6 freie Tage bei Schichtarbeit Mindestbetriebszugehörigkeit- und Schichtarbeitszeiten Voraussetzung) oder für Kindererziehung (Kinder bis 10 Jahre) und Pflege von Angehörigen gewählt werden

Hartwig Erb, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Wolfsburg sagt dazu: „Die IG Metall hat es wieder einmal geschafft, einen Tarifvertrag abzuschließen, der den Erfordernissen der Beschäftigten und des Unternehmens gerecht wird. Der Tarifabschluss ist eine klare Perspektive für die jungen Beschäftigten im Unternehmen, die durch die Anpassung der Beträge in der Betriebsrente I von 27 Euro auf 90 Euro ab dem 1. Juli 2019 und 98 Euro ab dem 1. Januar 2020 nun ein Stückweit eine sichere Perspektive für die betriebliche Rente bekommen. Das wir das erreichen konnten, freut mich sehr“.


"Ein Armutszeugnis, wenn sich Volkswagen aus seiner Verantwortung gestohlen hätte"


Verhandelt wurde auch über die Festschreibung von 1.400 Ausbildungsplätzen inklusive der Studierenden im Praxisverbund für die nächsten drei Jahre. Dazu Hartwig Erb: „Das ist natürlich wichtig für die Region und für das Unternehmen. Es wäre nicht auszudenken gewesen und ein Armutszeugnis, wenn sich Volkswagen aus seiner Verantwortung gestohlen hätte. Und so minimiert sich nicht der dringende Fachkräftebedarf bei VW. Ich bin sehr froh, dass VW in dieser Frage die Kurve gekriegt hat.“

Des Weiteren wurde vereinbart, die Gespräche zum Zukunftsplan „Gute Arbeit“ fortzusetzen. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2020. Dazu bemerkt Hartig Erb: „Damit wird den Erfordernissen des Strukturwandels bei Volkswagen Rechnung getragen und auch auf die Bedürfnisse der Beschäftigten, z.B. nach individuellen Arbeitszeiten eingegangen. Das ist wichtig, denn nur gemeinsam können wir die Zukunftsthemen bei Volkswagen lösen. Ich bin sehr froh, dass die Beschäftigten den nötigen Druck entfaltet haben und das die Gespräche in eine positive Richtung gedreht werden konnten. Das war eine starke Leistung. Es ist eindeutig der Erfolg der Belegschaft.“


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