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Ein gutes Netz aus Defibrillatoren kann Leben retten

von Anke Donner


Inzwischen sind in vielen öffentlichen Gebäuden  AED (Automatisierter externer Defibrillator) zu finden. Foto: Anke Donner
Inzwischen sind in vielen öffentlichen Gebäuden AED (Automatisierter externer Defibrillator) zu finden. Foto: Anke Donner Foto: Anke Donner

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26.06.2017

Wolfenbüttel. Die Sitzung des Bauausschusses im Oktober vor vier Jahren wird wohl noch heute einigen Ratsmitgliedern in Erinnerung sein. Kurz vor der Sitzung erlitt ein Zuschauer einen Herzinfarkt. Ein Laiendefibrillator wäre damals hilfreich gewesen. Heute sind die AED in vielen öffentlichen Gebäuden zu finden.


Ratsherr Werner Heise konnte den Mann damals erstversorgen und hat ihm damit vermutlich das Leben gerettet. Da der Patient unter Kammerflimmern litt, wäre ein Automatisierter externer Defibrillator, kurz AED, hilfreich gewesen.

Doch den gab es zu dieser Zeit weder in der Lindenhalle, noch in anderen öffentlichen Gebäuden in der Stadt. Doch schon kurz nach dem Vorfall ließ Bürgermeister Thomas Pink den Lebensretter in der Lindenhalle anbringen. Es folgten weitere in öffentlichen Gebäuden. So wurden die Defibrillatoren auch im Lessingtheater, in die Kommisse, im Schloss, im Rathaus und im Standesamt installiert.

Auch in den Ortsteilen sei seitdem viel passiert, erklärt Stadt-Sprecher Thorsten Raedlein auf Nachfrage von regionalHeute.de. "Inzwischen haben auch die Ortsteile reagiert und Defibrillatoren aufgestellt. Dabei ging die Initiative auch von den Vereinen und Verbänden aus. Auch Unternehmen haben nachgerüstet. Man kann sagen, dass es in Wolfenbüttel ein recht gutes Netz von Defibrillatoren gibt", so Raedlein.

Kleine Lebensretter


Mit einem AED (Automatisierter externer Defibrillator) können medizinische Laien Leben retten. Mit eindeutigen und ruhigen Sprachanweisungen führt das Gerät durch jeden Schritt der Anwendung, einschließlich Schockabgabe und Durchführung der Herz-Lungen-Wiederbelebung. Ein Schock kann nur bei einem Herzstillstand abgegeben werden, das Gerät analysiert mit 100-prozentiger Sicherheit den Herzrhythmus, ein Missbrauch ist damit ausgeschlossen. Das Gerät sagt dem Anwender genau, was er machen muss. Die aktuelle Geräte-Generation ist mit einem Akku ausgestattet, der zwischen fünf und acht Jahren hält. Die Gelpads der Elektroden sollten spätestens alle zwei Jahre ausgetauscht werden, da diese nach und nach austrocknen.


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