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Eintracht vor Mainz: „Es ist jetzt so, dass wir unbedingt einen Dreier holen müssen“

von André Ehlers



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25.03.2014


Braunschweig. Er ärgert sich nicht über die Niederlage auf Schalke, er ärgert sich über die Art und Weise wie sie zustande kam. Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht weiß, dass die Luft im Abstiegskampf immer dünner wird. Umso mehr frustriert es ihn, wenn seine Mannschaft die besprochenen Vorgaben nicht umsetzt.

Gegen Mainz muss Lieberknecht den Gelb gesperrten Norman Theuerkauf ebenso ersetzten wie Karim Bellarabi, der sich mit Leistenproblemen herumschlägt.
Wie groß ist nach Schalke der Druck, das Mainz-Spiel gewinnen zu müssen?

Lieberknecht: Die Situation ist nicht viel anders als vorher auch. Es gab mal sechs Punkte Vorsprung von Mannschaften. Es gab mal vier Punkte Vorsprung. Jetzt sind es fünf Punkte. Die Situation ist einfach so, dass wir einen Dreier holen müssen - mit und ohne Druck! Wir müssen ihn holen, ganz einfach. Deswegen ist das kein Thema, dass wir Druck empfinden. Was wir empfinden ist, dass wir einen Dreier holen müssen.

Welche kurzfristigen Maßnahmen werden Sie als Trainer vornehmen?

Lieberknecht: Personelle Umstellungen sind eine Möglichkeit. Das müssen wir ja auch, weil Norman Theuerkauf und Karim Bellarabi ausfallen. Auch wieder die akribische Vorbereitung auf die Gegner. Das ist unsere Herangehensweise, dass die Jungs wieder wissen was passiert. Wenn Du in Schalke das erste Tor siehst: Wäre zu diesem Zeitpunkt eine 6er-Position richtig besetzt worden, wäre Goretzka nie zum Schuß gekommen. Das ist die Entstehung eines Tores. Das ist vorher besprochen worden. Und das ist einfach die Situation, wenn Du verteidigst.  Egal ob Schalke 80 Prozent Ballbesitz hatte, welche Großchancen hatten wir denn zugelassen. Und wenn wir offensiv richtig umgesetzt hätten, hätten wir nach 14 Sekunden bereits einen gefährlichen Konter fahren können. Aber wir haben das eben nicht so getan wie wir es vorher besprochen hatten. Jetzt gilt es einfach, dass das was wir besprechen und gemeinsam erarbeiten, auch auf dem Platz entsprechend umsetzen. Das ist das wichtigste!

Befindet sich Eintracht Braunschweig schon auf „Abschiedstour?“

Lieberknecht: Wir regen uns auf, dass wir gegen Schalke 04 verloren haben. Das ist eigentlich schon der Witz des Tages. Die Art und Weise, taktische Dinge nicht einzuhalten, die ärgert mich. Aber das wir gegen FC Schalke 04 verlieren, das sollte eigentlich kein Grund zur Diskussion sein. Da vergisst man einfach den Weg, den wir uns erarbeitet haben und von wo wir gekommen sind. Das ist ein Spieler auf dem Platz, der kostet mehr als unser gesamter Etat. Deshalb muss ich manchmal schmunzeln, wenn ich Pressekonferenzen nach dem Spiel höre, in denen über die Verletzungsmisere der Mannschaft lamentiert wird und was wir tun müssen, um unsere Verletzten zu ersetzen, ohne zu lamentieren.

Verkehrs-Chaos befürchtet


Anpfiff im Eintracht-Stadion ist 20 Uhr. Wegen des Streiks bei der Verkehrs-AG sollten Fans unbedingt mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Hamburger Straße kommen. Auch Fahrgemeinschaften wären eine Möglichkeit. Dennoch rechnet die Polizei mit langen Wartezeiten und Staus rund ums Stadion.


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