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Einzelhandel und Gastronomie in der Krise - lokale Maßnahmen bei Arbeitsfrühstück diskutiert



Wolfenbüttel

Einzelhandel und Gastronomie in der Krise - lokale Maßnahmen bei Arbeitsfrühstück diskutiert

Im Durchschnitt habe der deutsche Einzelhandel einen Rückgang um die 40 Prozent der Wirtschaftsleistung verglichen mit dem Vorjahr eingebüßt.

Von links nach dem Frühstück: Holger Bormann, Dirk Marske, Frank Oesterhelweg, Wolfgang Ulrich, Steffen Maschke, Wolfgang Gürtler, Karl-Heinz Schaudienst, Harald Borm, Markus Eimecke und Andrea Bordan.
Von links nach dem Frühstück: Holger Bormann, Dirk Marske, Frank Oesterhelweg, Wolfgang Ulrich, Steffen Maschke, Wolfgang Gürtler, Karl-Heinz Schaudienst, Harald Borm, Markus Eimecke und Andrea Bordan. Foto: MIT/Bormann

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Wolfenbüttel. Der Vorstand der Mittelstandsunion Wolfenbüttel sowie erster Vorsitzender Holger Bormann waren am vergangenen Donnerstag zu Gast im „Café am Stadtmarkt“ in Wolfenbüttel. Dort traf er Karl-Heinz Schaudienst (Betreiber und Inhaber des Cafés), Harald Borm (Vorsitzender des Einzelhandelsverbandes Harz-Heide) und Frank Oesterhelweg (Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes und Landtagsabgeordneter) zum strategischen Arbeitsfrühstück. Gemeinsam wurde die aktuelle Lage des Einzelhandels in der Region erörtert. Über allen Gesprächen hängt die Corona-Pandemie mit all ihren Auswirkungen. Im Durchschnitt hat der deutsche Einzelhandel einen Rückgang um die 40 Prozent der Wirtschaftsleistung verglichen mit dem Vorjahr eingebüßt. Dies teilt Mittelstandsunion Wolfenbüttel in einer Pressemitteilung mit.



„In Wolfenbüttel bewegt sich dieser Wert im Rahmen von 18 bis 25 Prozent“, beschreibt Borm. Dies würde zeigen, dass hier in der Region die Leute wieder vermehrt in der Innenstadt unterwegs seien und lokal einkaufen. Bei Überlegungen, wie mehr Anreize für lokales Shopping geschaffen werden könnten, sei auch über die Parkplatzsituation gesprochen worden. In diesen unsicheren Corona-Zeiten und aufgrund der Ansteckungsgefahr würden wesentlich weniger Leute die öffentlichen Nahverkehrsmittel nutzen. Gerade Senioren und Familien mit Kindern würden Busfahrten vermeiden und ihr eigenes Auto vermehrt nutzen. „Daher müssen wir im Stadtrat nochmals die Parkplatzsituation zur Diskussion bringen. Es bietet sich an, freie Flächen für Autos zugänglich zu machen. Im Zweifelsfall auch nur vorübergehend“, sagt Bormann, der im Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen sitzt. Er wolle die Thematik auf die Agenda der nächsten Fraktionssitzung in der nächsten Woche setzen.

Herausforderung in der Gastronomie




Die größte Herausforderung im Gastronomie-Gewerbe sei die Personenbeschränkung. „Wir fordern die Landesregierung auf, die Corona-Verordnung so zu ändern, dass alle Veranstaltungen, für die vernünftige Personenabstands- und Hygienekonzepte vorgelegt werden, in vernünftiger Größe stattfinden zu lassen“, erklärt Schaudienst und unterstütze damit die Forderung der DEHOGA, von der er selbst Mitglied ist. Der DEHOGA nach würden 65 Prozent der Betriebe nicht das Jahresende erreichen, sollte diese Verordnung nicht aufgeweicht werden.

Bormann erklärt, dass in dem Arbeitsfrühstück auch über Möglichkeiten gesprochen wurde, wie die Gastronomen relativ günstig ihre Kapazitäten erhöhen könnten. Die beste Idee sei ein Zelt, welches nach Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsregeln, in der Nähe der Betriebe aufgebaut werde. Diese oder ähnliche Maßnahmen gelte es auszuloten. Als Vizepräsident des Landtags wurde Oesterhelweg gebeten sich dafür einzusetzen, die nationalen Verordnungen auf Länderebene anzuwenden. Er merkt an: „Die finale Entscheidungsgewalt über die Personenbeschränkungen sollte bei den Landkreisen liegen, denn die Ausbreitung der Corona-Infektionen unterscheidet sich stark zwischen den Regionen.“ Es mache wenig Sinn, wenn in Landkreisen, in denen es fast keine aktiven Fälle gibt, die strengsten Regeln für sehr betroffene Gebiete angewendet werden. Bormann und Oesterhelweg sind sich einig, dass hier aktive Realpolitik mit gesundem Menschenverstand gemacht werden müsse.


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