Einzelkatze oder Paar? So treffen Halter die richtige Wahl

Katzen thronen auf dem ersten Platz der beliebtesten Haustiere in Deutschland. Wer sich ebenfalls einen Stubentiger anschaffen möchte, sollte jedoch einiges beachten.

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Symbolbild. | Foto: Anke Donner

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Region. Wer eine Katze bei sich aufnehmen möchte, steht oft vor einer grundsätzlichen Frage: Soll es eine Einzelkatze sein oder lieber ein Katzenpaar? Die Antwort auf diese Frage hängt von verschiedenen Faktoren ab – etwa vom Alter der Tiere, von ihrem Charakter und von den Lebensumständen der Menschen. Das berichtet der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) e. V. in einer Pressemeldung.



Entgegen dem weitverbreiteten Mythos sind Katzen nicht grundsätzlich Einzelgänger. Vor allem junge und nur in der Wohnung lebende Samtpfoten genießen den Kontakt zu einem Artgenossen. „Gerade junge Katzen lernen im Zusammenleben viel über Kommunikation und Sozialverhalten“, erklärt Sabine Ruthenfranz, Katzenexpertin und Buchautorin. „Dazu gehören beispielsweise gemeinsames Spielen, gegenseitige Fellpflege oder das Ruhen nebeneinander.“ Wer sich für zwei Katzen entscheidet, sollte möglichst Tiere wählen, die sich bereits kennen beziehungsweise sich hinsichtlich Alter und Temperament so ähnlich wie möglich sind.

Es gibt aber durchaus Katzen, die lieber allein leben – das sind häufig ältere Tiere oder solche, die schlechte Erfahrungen mit Artgenossen gemacht haben. Auch Katzen, die das Alleinleben seit Jahren gewöhnt sind, lassen sich nicht immer problemlos vergesellschaften.

Wohnung oder Freigang?


Eine wichtige Rolle spielt die Frage, ob eine Katze ausschließlich in der Wohnung leben wird oder regelmäßig Freigang nach draußen bekommt. „Wohnungskatzen profitieren besonders stark von einem passenden Partnertier, weil im immer gleichen Lebensraum schneller Langeweile entstehen kann als in der Welt draußen. Gemeinsames Spielen und Gesellschaft auf Augenhöhe sind für viele Katzen eine wichtige Bereicherung“, sagt Ruthenfranz. Freigängerkatzen hingegen haben oft mehr Möglichkeiten, ihre Umgebung zu erkunden und dort anderen Tieren zu begegnen. Dennoch ersetzt der Freigang nicht automatisch den Kontakt zu einem dauerhaften Artgenossen.

Zwei Katzen – doppelter Aufwand?


Eine weitere Katze im Haushalt bedeutet natürlich zusätzlichen Aufwand. Es entstehen mehr Kosten für Futter, Tierarztbesuche und Ausstattung. Und bei der Reinigung gibt es zusätzliche Katzentoiletten zu säubern – empfohlen ist immer mindestens eine Toilette mehr als die Anzahl der Katzen im Haushalt. Beim Putzen macht es allerdings kaum einen Unterschied, ob ein oder mehrere Tiere auf den Teppich haaren.

Entscheidend ist daher vor allem, dass die Hausbewohner auf vier Pfoten gut zueinander passen. „Sie sollten in einem gleichen Alter sein und sich auch hinsichtlich Aktivität und Charakter ähneln – Geschwistertiere aus einem Wurf sind oft die ideale Wahl oder Tiere, die bereits auf der Pflegestelle Freundschaft geschlossen haben“, so die Expertin. „Aber auch die Wohnung muss entsprechend ausgestattet sein. Ich brauche genügend Rückzugsorte, getrennte Liegeplätze sowie ausreichend Futter- und Trinkstellen.“

Wer sich vor der Anschaffung intensiv informiert und die Bedürfnisse der Tiere in den Mittelpunkt stellt, schafft die besten Voraussetzungen für ein harmonisches Zusammenleben.