Eisige Herausforderung: Der Winterdienst am Kreuzberg

Der Kreuzberg auf der L651 erweist sich im Winter immer wieder als Herausforderung für Lkw und andere Verkehrsteilnehmer. Doch auch, wer den Winterdienst übernehmen soll, scheint keine einfach zu beantwortende Frage zu sein.

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Symbolbild.
Symbolbild. | Foto: Alexander Panknin

Grasleben. Im Bereich des sogenannten Kreuzbergs zwischen Grasleben und Mariental-Horst auf der L651 kommt es bei winterlichen Straßenverhältnissen immer wieder zu Problemen. Selbst bei geringer Schneelage oder Straßenglätte bleiben Lkw an den Steigungen hängen und blockieren den Verkehr. Erst im Januar hatte die Samtgemeinde Grasleben eine klare Winterdienstregelung für die Straße gefordert – wir berichteten. In einer kleinen Anfrage vom 22. Januar hat sich die Abgeordnete Veronika Bode (CDU) nun bei der Landesregierung nach dem Stand der Dinge erkundigt.



Wie die Abgeordnete in ihrer Anfrage schreibt, bestehe für entgegenkommende Fahrzeuge aus Richtung Mariental-Horst aufgrund des Gefälles eine eingeschränkte Bremsmöglichkeit, wenn Lkw im betreffenden Bereich zum Stillstand kommen. Zudem verließen Lkw-Fahrer ihre Fahrzeuge teilweise, um eigenständig Streumittel aufzubringen und die Weiterfahrt zu ermöglichen. Hierdurch würden laut Verkehrsexperten Situationen mit Gefährdungspotenzial für alle Beteiligten entstehen. Zudem komme es auch zu Vollsperrungen der Straße.

Samtgemeinde will selbst räumen


Die Samtgemeinde Grasleben habe gegenüber der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) angeboten, im Rahmen einer Kostenerstattung zusätzliche Räum- und Streumaßnahmen auf dem betroffenen Abschnitt zu übernehmen oder zu veranlassen. In einer Rückmeldung der NLStBV auf mehrere Anfragen der Gemeinde sei mitgeteilt worden, dass sich die NLStBV in Verhandlungen mit einem Unternehmer befinde, der für besondere Wettereignisse zusätzliche Winterdienstleistungen erbringen solle. Zudem sei darauf hingewiesen worden, dass ein Vertragsabschluss angestrebt werde, um eine Lösung für entsprechende Einzelfälle zu ermöglichen. Eine konkrete Umsetzung sei zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht benannt worden.

Das sagt die Landesregierung


Wie die Landesregierung in ihrer Antwort vom 5. Februar schreibt, sei nach Abstimmungen zwischen der NLStBV und der Samtgemeinde Grasleben sowie mit dem Landkreis Helmstedt für die Wintersaison 2025/26 vereinbart worden, bei besonderen Wettereignissen einen lokalen Dienstleister auf Abruf einzubinden. Weder die Gemeinde noch der Landkreis hätten mit eigenen Kapazitäten eine Unterstützung auf Abruf gewährleisten können. Die Abrechnung erfolge im Bedarfsfall über die zuständige Straßenmeisterei Vorsfelde. Diese Lösung komme seit Beginn der aktuellen Wintersaison zum Einsatz.

Die Vorgehensweise stelle eine praktikable Lösung dar, um die Verkehrssicherheit in kritischen Situationen und bei außergewöhnlichen Ereignissen zu gewährleisten. Die Winterereignisse am 9. und 10. Januar mit Schneehöhen von bis zu 20 cm sowie starken Schneeverwehungen hätten ein solches außergewöhnliches Ereignis dargestellt. Auch das Schneefallereignis am 26. Januar habe den Einsatz zusätzlicher externer Unterstützung gerechtfertigt.

Grundsätzlich bestehe aus Sicht der Landesregierung die Möglichkeit, in besonderen witterungsbedingten Ausnahmesituationen zusätzliche Streu- und Räummaßnahmen zu veranlassen. Die hierfür entstehenden Mehrkosten könnten durch das Land getragen werden.

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