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Ende der Corona-Karnevals-Session: Das ist geplant



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Ende der Corona-Karnevals-Session: Das ist geplant

Kein Schoduvel, kein Tag der offenen Tür. Vor allem gibt es digitale Angebote.

Der Schoduvel im letzten Jahr war zwar verregnet, aber wenigstens konnte er stattfinden. Archivbild
Der Schoduvel im letzten Jahr war zwar verregnet, aber wenigstens konnte er stattfinden. Archivbild Foto: Alexander Dontscheff

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Braunschweig. Am 17. Februar, dem Aschermittwoch des Jahres 2021, wird in Braunschweig eine Karnevals-Session zu Ende gehen, die den Karnevalisten in Stadt und Land noch lange in bedrückender Erinnerung bleiben wird: Eine Sessionseröffnung mit Prinzenproklamation ohne öffentliches Biwak nur im kleinsten Kreis, keine Übungsmöglichkeiten für Gesangs- und Tanzgruppen, keine großen Prunksitzungen, keine kleinen Sitzungen in Altersheimen und anderen sozialen Einrichtungen, kein Karnevalszug und keine Schoduvelbeerdigung am Aschermittwoch. Was für den eigentlichen Höhepunkt dennoch geplant ist, berichtet das Komitee Braunschweiger Karneval in einer Pressemitteilung.



Trotz dieser massiven Beschränkungen habe man die Session nicht ausfallen lassen, sondern über die sozialen Netzwerke ausführlich über den Braunschweiger Karneval informiert und auch erstmals die Möglichkeit angeboten, über Entwürfe für gesellschaftskritische Motivwagen abzustimmen. Auf der Homepage des Komitees www.Braunschweiger-Karneval.de wurde in der Rubrik „Karnevalsforum“ ein Link auf dieses Angebot eingestellt. Es ist direkt auch über die Adresse http://brunswiekhelau.de zu erreichen.

Grußworte vom Oberbürgermeister


Statt des Sessionshöhepunktes „Schoduvel“ wird das Komitee Braunschweiger Karneval in den Sozialen Netzwerken das Projekt „Der Zug findet statt“ präsentieren (regionalHeute.de berichtete). Ab 10 Uhr werden am Sonntag zur Einstimmung auf dieses Projekt Begrüßungen von Oberbürgermeister Ulrich Markurth, Zugmarschall Gerhard Baller und Prinz Martin I. zu sehen sein. Die Übertragung von der vom NDR gewohnten Kameraposition, dem Braunschweiger Altstadtmarkt, beginnt pünktlich um 13 Uhr. Die Kommentierung des Zuglaufs übernimmt der Co-Kommentator der NDR-Übertragung des letzten Jahres und Sitzungspräsident der Mascheroder Karnevals-Gesellschaft, Jan Brendel. Auf der Homepage des Komitees www.Braunschweiger-Karneval.de wird ab dem 14. Februar ein Link auf dieses Projekt eingerichtet. Zusätzlich wird der Film um 13 Uhr über den Bürgerfernsehsender TV 38 übertragen.


Die jungen Tänzerinnen der Karnevalistischen Tanzsportgemeinschaft des Komitees Braunschweiger Karneval (KTG) haben sich ebenfalls etwas einfallen lassen, um trotz Corona das Schoduvel-Feeling nach Hause zu holen. Eine Einladung an die Tänzerinnen, gegebenenfalls auch mit Hilfe ihrer Eltern einen virtuellen Karnevalszug mit selbstgebauten und gestalteten Miniatur-Karnevalswagen zusammenzustellen, wurde von zahlreichen Mitgliedern der KTG aufgegriffen. Die Wagen werden am Samstag im Vereinsraum der BKG 1872 e.V. in Braunschweig, Löhrstraße 17, abgegeben. Zwischen 12 und 13 Uhr werden sie dann dort aufgestellt und gefilmt. Auch dieser spezielle von den Tänzerinnen gestaltete Zug soll dann ab Rosenmontag unter https://www.facebook.com/ktg.braunschweig/ in den sozialen Netzwerken zu sehen sein.

Der traditionelle Rosenmontags-Dank- und Bittgottesdienst mit Pfarrer Friedhelm Meiners in St. Martini findet auch in dieser Session statt, allerdings nur für geladene Gottesdienstbesucher, da coronabedingt die Anzahl der Plätze im Kirchenraum aufgrund des Hygienekonzeptes begrenzt ist. Dieser Gottesdienst wird zeitversetzt ab 19 Uhr über den Fernsehkanal TV 38 übertragen. Anschließend wird das Projekt „Der Zug findet statt“ noch einmal zu sehen sein.

Schoduvel-Beerdigung im kleinen Kreis


Die immer am Aschermittwoch zum Sessionsabschluss vorgesehene „Schoduvel-Beerdigung“ kann in diesem Jahr coronabedingt nicht stattfinden. In kleinstem Kreis werden trotz- dem die Karnevalisten an diesem Tag um 11.11 Uhr auf der Rathaustreppe dem Oberbürgermeister Stadtsäckel und Rathausschlüssel unter Einhaltung der aktuellen Hygienevorschriften zurückgeben. Diese Veranstaltung ist nicht öffentlich.

Der für den ausgefallenen Zug ursprünglich für den 14. Februar geplante „Tag der offenen Tür“ auf dem Schoduvel-Zentrum in BS-Kralenriede kann coronabedingt ebenfalls nicht stattfinden. Eigentümer des Geländes auf der ehemaligen Husarenkaserne ist der Förderverein Karneval in Braunschweig e.V.. Als Alternative für den Tag der offenen Tür wird ein Film über eine Führung durch das Gelände von dem Vorsitzenden des Fördervereins und Stellvertretenden Zugmarschall Dieter Heitmann in den sozialen Netzwerken gezeigt. Diesen Film hat Peter Schmiedel produziert, der Dieter Heitmann auf dem Rundgang mit seiner Kamera begleitet. Über die Internetadresse http://brunswiekhelau.de ist dieser Beitrag in der Rubrik „Der bunte Schoduvel-Park“ zu sehen.


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