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Ende des Schützenfestes: Polizei und DRK ziehen Bilanz



Ende des Schützenfestes: Polizei und DRK ziehen Bilanz

von Julia Seidel


Große Menschenmassen bergen immer ein gewisses Risiko. Foto: Anke Donner
Große Menschenmassen bergen immer ein gewisses Risiko. Foto: Anke Donner Foto: Anke Donner

Goslar. Das Schützenfest in Goslar fand am gestrigen Sonntag seinen Abschluss. Während des Festes kam es immer wieder zu körperlichen Auseinandersetzungen. DRK und Polizei ziehen nun die Bilanz.



155 behandelte Patienten, von denen 16 durch die ehrenamtlichen Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ins Krankenhaus transportiert wurden - das ist die diesjährige Schützenfestbilanz der DRK Bereitschaft Goslar. Wie das DRK berichtet, wurden im letzten Jahr 150 Patienten durch die Sanitäter medizinisch betreut. Behandlungsgründe in diesem Jahr wären unter anderem Schnittverletzungen, Kreislaufbeschwerden und Verstauchungen gewesen. Zudem mussten die Einsatzkräfte Patienten nach körperlichen Auseinandersetzungen erstversorgen. Dies sei jedoch für Veranstaltungen in dieser Größenodnung weitestgehend normal, wie Polizeisprecher Reiner Siemers im Gespräch mit regionalHeute.de berichtet.

Überall, wo große Menschenmassen aufeinandertreffen und Alkohol fließe, könne dies festgestellt werden. Durch die große Polizeipräsenz konnten viele Streitigkeiten jedoch bereits im Keim erstickt werden. Auch für Christopher Jantke, Bereitschaftsleiter des DRK stellte dies einen ganz normalen Schützenfestverlauf dar. "Die Zusammenarbeit mit der Polizei, dem Sicherheitsdienst und dem Rettungsdienst der Kreiswirtschaftsbetriebe lief Hand in Hand“, so Jantke.


Sexuelle Übergriffe habe es so noch nicht gegeben


Neu seien für Siemers jedoch die sexuellen Übergriffe auf Frauen gewesen. In dieser Form habe es die vermehrten Übergriffe noch nicht gegeben, so Siemers. So hatten vier Männer eine 20-Jährige am Samstagmorgen beim Tanzen unsittlich am Gesäß berührt, worauf diese mit einer Ohrfeige antwortete. Anschließend habe sie die Polizei informiert. Gegen die 17 bis 20 Jahre alten Männer wurde ein Strafverfahren eingeleitet, wie die Polizei berichtet. Zudem habe ein 31-jähriger, alkoholisierter Mann eine 25-Jährige ebenfalls in einem Festzelt unsittlich berührt. Ebenfalls soll ein Mitarbeiter eines Fahrgeschäftes eine 19-Jährige am Gesäß sowie an den Oberschenkeln berührt haben. Auch gegen ihn wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

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