Ende: Gabriel kandidiert nicht mehr für den Bundestag

von Marc Angerstein


Sigmar Gabriel will sich aus der Berliner Politik zurückziehen. Foto: Archiv regionalHeute.de
Sigmar Gabriel will sich aus der Berliner Politik zurückziehen. Foto: Archiv regionalHeute.de Foto: regionalHeute.de

Region. Der Bundestagsabgeordnete Sigmar Gabriel will bei der nächsten Wahl nicht erneut für den Bundestag kandidieren. Dies berichten zahlreiche nationale Medien übereinstimmend.


Der ehemalige SPD-Parteivorsitzende, Vizekanzler, Wirtschafts- und Außenminister will seine Karriere offenbar beenden: "Ich werde 2021 gewiss nicht noch einmal antreten", sagte er am Sonntag in der ARD-Sendung "Anne Will". Bereits zuvor berichtete der NDR, dass sich Gabriel aus der Berliner Politik zurückziehen wolle. Dies habe der SPD-Landtagsabgeordnete Marcus Bosse der Fernsehsendung "Hallo Niedersachsen" bestätigt. Einem Bericht des "Tagesspiegel" zufolge, habe Gabrielbereits Anfang Mai die drei Vorsitzenden seiner regionalen SPD-Kreisverbände Salzgitter, Wolfenbüttel und Seesen über seine Entscheidung unterrichtet. Damit wolle er seiner Partei rechtzeitig die Möglichkeit geben, einen Nachfolger im Wahlkreis Wolfenbüttel-Salzgitter aufzubauen.

Keine Unruhe im Wahlkampf


Dem Bericht zufolge habe Gabriel seine Entscheidung vor der Europawahl nicht öffentlich machen wollen, um keine Unruhe in den Wahlkampf zu bringen.

Sigmar Gabriel ist seit über 40 Jahren SPD-Mitglied, war unter anderem niedersächsischer Ministerpräsident und ist seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages. Zur Zeit ist er einfacher Abgeordneter ohne besondere Funktion in der SPD-Bundestagsfraktion. Er wohnt mit seiner Frau und seinen beiden jüngsten Töchtern in Goslar.


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