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Entscheidung über umstrittenes SchukiPlus wird vertagt



Braunschweig

Entscheidung über umstrittenes SchukiPlus wird vertagt

von Bernd Dukiewitz


Der Jugendhilfeausschuss tagte zum ersten Mal in der neuen Wahlperiode. Foto: Bernd Dukiewitz
Der Jugendhilfeausschuss tagte zum ersten Mal in der neuen Wahlperiode. Foto: Bernd Dukiewitz Foto: bernd DUkiewitz

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Braunschweig. Der Jugendhilfeausschuss tagte nun zum ersten Mal in der neuen Wahlperiode. Auf der Tagesordnung standen neben den konstituierenden Pflichten auch die Themen SchukiPlus, minderjährige Flüchtlinge, die Kita Schwedenheim und der Ausbau von Familienzentren.



SchukiPlus



Die Entscheidung über das umstrittene Betreuungsangebot SchukiPlus wurde vom Ausschuss zumindest teilweise vertagt, da der Vorschlag aus der Verwaltung erst gestern Abend die Mitglieder des Ausschusses erreichte und diese sich mehrheitlich weigerten, eine so wichtige Entscheidung zwischen Tür und Angel zu entscheiden. Die Verwaltung wies darauf hin, dass dennoch eine schnelle Entscheidung im Falle der Schulen in Lamme und Lehndorf getroffen werden müsse, da sonst für rund 40 Schüler im kommenden Schuljahr keine Ganztagsbetreuung möglich sei. Daher einigten sich die Mitglieder des Ausschusses auf eine Vertagung der grundsätzlichen Entscheidung über SchukiPlus und eine Sondersitzung in einer Woche, damit zumindest etwas Zeit für die neuen Mitglieder bestünde, sich über das Thema zu informieren und es gegebenenfalls in den Fraktionen zu besprechen. Die Entscheidung für die zwei Schulen fällt also erst in einer Woche.


Kita Schwedenheim



Die Kita Schwedenheim befindet sich in einem bedenklichen Zustand und der Keller ist naß und daher auch zukünftig nicht mehr zu nutzen. Zumindest das Fundament soll jedoch bestehen bleiben, auf dem ein Ersatzbau bis 2018 entstehen soll. Die Kinder der Kita sollen in umliegende Einrichtungen verteilt werden, bis der Bau abgeschlossen ist.


Minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge



Aktuell befinden sich 195 minderjährige Flüchtlinge in Braunschweig in Betreuung. Davon sind 79 durch die Stadt betreut, 93 durch private Träger und 23 durch Gastfamilien. Die Gesamtzahl der Flüchtlingskinder ohne Elternteil ist in den letzten Wochen konstant geblieben. Die Polizei betonte, dass auch aus kriminalstatistischer Sicht keine auffälligen Probleme mit den Kindern bestünden.

Ausbau der Kitas zu Familienzentren



In diesem Jahr sollen drei Kindertagesstätten in Braunschweig zu Familienzentren erweitert werden. Dabei handelt es sich um die Kita Neue Knochenhauerstraße, die Kita im östlichen Ringgebiet und die Kita in Lehndorf-Watenbüttel. In diesen Stadtteilen besteht erhöhter Bedarf und da das vorrangige Ziel der Stadt ist, zuerst flächendeckend für eine Versorgung von Familienzentren zu sorgen, wurden die Standorte auf Grund der Geographie und soziologischer Faktoren ausgewählt. Da pro 10.000 Einwohner ein Familienzentrum entstehen soll, ist die Zielsetzung, 25 Familienzentren in Braunschweig zu haben. Nach den Erweiterungen besteht noch ein Fehlbedarf von elf Zentren.


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