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Erdölbohrungen: Byl kritisiert Umweltministerium



Gifhorn

Erdölbohrungen: Byl kritisiert Umweltministerium


Imke Byl kritisiert die Landesregierung für Erdölaktivitäten. Foto:  Grüne
Imke Byl kritisiert die Landesregierung für Erdölaktivitäten. Foto: Grüne

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Gifhorn. Im vergangenen Dezember hatte Imke Byl die Landesregierung als umweltpolitische Sprecherin der Grünen und Gifhorner Abgeordnete gefragt, wo neue Öl- und Gasbohrungen in Trinkwasserschutzgebieten geplant sind. Das Unternehmen DEA bereitet derzeit zwei Bohrungen im Erdölfeld Hankensbüttel-Süd vor, die im Trinkwasserschutzgebiet Schönewörde liegen.



Dies wurde in der Antwort des Landesumweltministeriums jedoch nicht erwähnt. "Nun hat das Umweltministerium eine Berichtigung nachgereicht. Demnach befinden sich die geplanten Erdölbohrungen Hankensbüttel Süd 96 und Hankensbüttel Süd 97 aktuell im Genehmigungsverfahren", berichtet Byl.

Auslöser für die Nachbesserung sei die kritische Berichterstattung vor Ort gewesen, die der grünen Landtagsanfrage folgte: „Im Zusammenhang mit der Beantwortung einer Presseanfrage hat das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) eine erneute Auswertung von bekannten Planungen und Anträgen zu Erdgas- und Erdölbohrungen in Wasserschutzgebieten durchgeführt.“


Byl dazu: „Im Wahlkampf kündigte die SPD vollmundig ein Verbot von Öl- und Gasbohrungen in Trinkwasserschutzgebieten an. Dem Umweltministerium scheint jedoch der Überblick über die geplanten Bohrungen zu fehlen. Erst nach der kritischen Berichterstattung vor Ort hat die Landesregierung ihre unvollständige Projektliste ergänzt. Das ist wenig vertrauenserweckend. Umweltminister Lies muss das Wahlkampfversprechen umsetzen und ein Moratorium für alle Tiefbohrungen in Wasserschutzgebieten erlassen."


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