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Erfolgreicher Abschluss der Stadtteilmütter-Schulung



Wolfsburg

Erfolgreicher Abschluss der Stadtteilmütter-Schulung


Zu Beginn der Zertifikatsübergabe fand eine Aufführung statt. Foto: Stadt Wolfsburg
Zu Beginn der Zertifikatsübergabe fand eine Aufführung statt. Foto: Stadt Wolfsburg

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Wolfsburg. Bereits seit Juni 2009 wird in Wolfsburg die Ausbildung zur Stadtteilmutter angeboten. Innerhalb dieser acht Jahre nahmen insgesamt 133 Mütter mit Zuwanderungsgeschichte aus 33 Herkunftsländern und mit 16 verschiedenen Muttersprachen an der zehnmonatigen Schulung teil.



Wie die Stadt heute mitteilte, gab es 2017 ursprünglich 48 Interessentinnen, wovon 26 Frauen verbindlich mit der Schulung begonnen und 18 diese auch abgeschlossen haben. Die restlichen Teilnehmerinnen seien wiederum in Deutschkurse gewechselt.Für das kommende Jahr haben sich aktuell bereits 62 Interessentinnen für die nächste Schulung gemeldet.

Oberbürgermeister Klaus Mohrs verdeutlicht: „Die ausgebildeten Stadtteilmütter haben sich seit Jahren als Brückenbauerinnen bewährt. Viele Stadtteilmütter sind in verschiedenen kommunalen und sozialen Einrichtungen im Einsatz. Und auch künftig wird es wichtig und notwendig sein, Mütter mit Zuwanderungsgeschichte auszubilden, um Familien mit Migrationshintergrund kontinuierliche Unterstützung anbieten zu können. Ich bin froh, dass wir dieses Angebot in Wolfsburg haben und das es in diesem Maße wahrgenommen wird.“

Vielfältiges Ausbildungsprogramm


Die Schulungen zur Vorbereitung der Stadtteilmütter sind dabei so vielfältig wie die anstehenden Aufgaben, die nach erfolgreichem Abschluss wahrgenommen werden. Die Teilnehmerinnen bekommen unter anderem Impulsreferate und erarbeiten Themen in Kleingruppen. Eigene Verhaltensweisen werden gemeinsam reflektiert und durch das gegenseitige Berichten von der eigenen Kultur können Vorurteile abgebaut und interkulturelles Verständnis entwickelt werden. Das Thema Sprachbildung und Sprachförderung ist im Zuge der Schulungen zentral. Auch die Bewegung, das Lesen, Singen und Geschichten erzählen erfährt einen hohen Stellenwert. Durch das gemeinsame Herausarbeiten von Erziehungszielen kann eine Sensibilisierung für Unterschiede in der Erziehung erzielt werden, die grundsätzlich Konfliktpotential beinhalten kann.

Neben der Vorstellung verschiedener Einrichtungen in kommunaler und freier Trägerschaft, werden im Rahmen der Schulungen auch Informationen über Angebote der Stadt Wolfsburg zu den Bereichen Bildung und Integration vermittelt.

Stadtteilmütter als "Brückenbauerinnen"


Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung zur Stadtteilmutter werden diese in unterschiedlichen Bereichen tätig. Grundsätzlich können sie als „Brückenbauerinnen“ klassifiziert werden, da sie vor allem hinsichtlich Sprache, Kultur und gesetzlichen Vorgaben vermitteln. Ob in Kita, Familienzentrum, Schule oder weiteren Einrichtungen – im Kontakt mit Eltern mit Zuwanderungsgeschichte und pädagogischen und beratenden Mitarbeiter stehen sie beratend zur Seite. Darüber hinaus vermitteln sie bei Sprachproblemen für Eltern im Stadtteil, beim Allgemeinen Sozialen Dienst und weiteren Beratungsstellen wie Caritas, Pro Familia oder Dialog e.V. Stadtteilmütter assistieren und begleiten weiterhin Projekte wie Step by Step, Brücke und Kinderräume bei der Stadt Wolfsburg oder Karibu Frauentreff und Begegnungscafé bei der Caritas.

Katharina Varga, Leiterin Geschäftsbereich Jugend, erklärt: „Die meisten Stadtteilmütter möchten als Vermittlerinnen für Sprache und Kultur in Kitas, Grundschulen und weiteren Einrichtungen tätig werden. Sie sind bereit für ein Ehrenamt und nehmen die Schulung auch wahr, um die Bildungschancen im eigenen Familien- und Kulturkreis zu erweitern. Sie sind bereit, sich weiter zu qualifizieren. Einige haben nach der Stadtteilmütter-Schulung eine Ausbildung als Sozialassistentin abgeschlossen, sind noch in dieser Ausbildung oder haben starkes Interesse daran. Durch dieses Projekt wird auch ein Einstieg oder Wiedereinstieg in das Berufsleben gefördert.“ Der ehrenamtliche Einsatz von Stadteilmüttern wurde 2013 mit dem ersten Platz des Integrationspreises der Stadt Wolfsburg ausgezeichnet.


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