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Erhöhte Rotwildbestände führen zu Rekordabschüssen



Goslar

Erhöhte Rotwildbestände führen zu Rekordabschüssen

von Nino Milizia


Rotwild wird derzeit intensiv bejagt. Foto: Huk-Coburg
Rotwild wird derzeit intensiv bejagt. Foto: Huk-Coburg Foto: Huk-Coburg

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Goslar. Noch nie wurde so viel Rotwild geschossen wie in der Jagdsaison 2015/2016. Im Landkreis Goslar sind es bisher 1340 Abschüsse, in Niedersachsen insgesamt 8426. Seit 1958 hat sich die Strecke beim Rotwild nahezu verdreifacht.



Trotz intensiver Bejagung beheimaten Niedersachsens Wälder zu viel Rotwild, was zu großen Schäden führt. Neben dem Abknabbern von Knospen ist das Abschälen von Baumrinde ein ernst zu nehmendes Problem, da hierdurch Pilze ins Holz gelangen können. Michael Rudolph, Sprecher der niedersächsischen Landesforsten Süd, äußerte sich gegenüber regionalHeute.de zum Anstieg der Rotwildbestände: "Die Rotwildbestände sind bereits in den letzten fünf bis zehn Jahren stark angestiegen. Über die Gründe sind wir uns noch nicht ganz sicher. Mögliche Ursache ist eine Verbesserung des Lebensraumes und somit eine vereinfachte Futtersuche. Auch Zu- und Abwanderung kann zu der plötzlichen Erhöhung der Bestände beigetragen haben."

Die Jagdsaison endet übrigens erst am 31. Januar 2017, so dass die Abschusszahlen noch weiter steigen werden und endgültige Zahlen somit erst im neuen Jahr bekannt gegeben werden können. Die Jäger im Nationalpark Harz und im Solling werden bis dahin weiter beschäftigt sein.


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