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Erneuter Warnstreik: Es trifft wohl vor allem Förderschulen

von Eva Sorembik


Am Donnerstag geht der Tarifstreit im öffentlichen Dienst in die nächste Streikrunde. Symbolbild/Foto: Robert Braumann
Am Donnerstag geht der Tarifstreit im öffentlichen Dienst in die nächste Streikrunde. Symbolbild/Foto: Robert Braumann

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07.02.2017

Wolfsburg. Nachdem die Warnstreiks an Schulen in der vergangenen Woche kaum spürbare Auswirkungen auf die Region gehabt haben, geht es am kommenden Donnerstag in die nächste Runde. Die Gewerkschaften Verdi, GEW und GdP haben zu einer Streikkundgebung nach Hannover geladen.


Die Gewerkschaften im öffentlichen Dienst fordern in der Tarifrunde 2017 insgesamt sechs Prozent mehr Lohn. Auszubildende und Praktikanten sollen eine monatliche Erhöhung von 90 Euro erhalten. Außerdem verlangt die Arbeitnehmerseite strukturelle Verbesserungen im Tarifvertrag. So sollen die "sachgrundlosen Befristungen" von Arbeitsverträgen abgeschafft sowie eine verbindliche Übernahmeregelung für Auszubildende vereinbart werden. Diesen klaren Forderungen will man am Donnerstagvormittag in der Landeshauptstadt mit zwei Demonstrationszüge zum Niedersächsischen Finanzministerium Nachdruck verleihen. Dort soll nach Angaben der GdP ab 12 Uhr eine Kundgebung der Streikenden stattfinden, um den Druck auf den Verhandlungsführer der Arbeitgeber und Niedersachsens Finanzminister Peter-Jürgen Schneider zu erhöhen.

Mit dabei werden wohl auch einige Beschäftigte der Polizei und der Straßenmeisterei sowie angestellte Lehrer und pädagogische Mitarbeiter aus der Region Wolfsburg sein. Annedore Niens-Mährholz, Rektorin derFriedrich-von-Schiller-Schule rechnet damit, dass dieAngestellten im öffentlichen Dienst, meistens pädagogische Mitarbeiter der Förderschule, an dem Warnstreik teilnehmen werden.Und auch die Polizei wird dabei sein. "Von unserer Dienststelle nehmen eine Handvoll Kollegen, sowohl Angestellte als auch Beamte, an der Demonstration teil", berichtet der Vorsitzende der GdP-Kreisgruppe Wolfsburg Bernhard Habrom über die geplante Beteiligung der Mitarbeiter der Polizeiinspektion Wolfsburg/Helmstedt. Ob auch Mitarbeiter der Straßenmeisterei in Vorsfelde ihre Arbeit niederlegen werden, um an der Kundgebung in der Landeshauptstadt zu beteiligen, ist bislang nicht bekannt.

Ist mit Auswirkungen für die Region zu rechnen?


Große Auswirkungen für die Region wird wohl auch dieser Warnstreik nicht haben. Bei der Wolfsburger Polizei müsse mit keinen streikbedingten Ausfällen gerechnet werden, beruhigt Habrom. Und auch bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr will man für den den Ernstfall vorsorgen. "Es ist vorgesehen, mit den Gewerkschaften eine Notdienstvereinbarung abzuschließen, um die wichtigsten Arbeiten durchführen zu können", berichtetHeiko Lange. Allerdings sei im Streikfall mit Beeinträchtigungen im Winterdienst zu rechnen, so derFachbereisleiter Bau weiter. Von daher wird um eine besonders vorsichtige Fahrweise gebeten. Einzig und allein dieFriedrich-von-Schiller-Schule sieht den Auswirkungen des Warnstreiks mit Sorge entgegen. "Natürlich werde der Warnstreikerheblichen Einfluss auf die Unterrichtsarbeit und Versorgung der Schüler haben," befürchtet die FörderschulrektorinAnnedore Niens-Mährhol.Rüdiger Heitefaut von der GEW sieht zudem die Peter-Pan-Schule gefährdet, er rechne dort lediglich mit einem Notdienst.


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