Salzgitter

Es geht wieder los: Johanniter treffen sich zu Übungsabenden nach der Corona-Pause

Lange mussten die Ehrenamtlichen auf ihren Einsatz warten. Während der Corona-Pause konnten sie sich nur virtuell sehen. Dies hat nun ein Ende.

An diesem Wochenende starten nach der Corona-Pause wieder die praktischen Übungen in Salzgitter. Damit alle für Einsätze im Katastrophenschutz oder im Sanitätsdienst bestens gerüstet sind.
An diesem Wochenende starten nach der Corona-Pause wieder die praktischen Übungen in Salzgitter. Damit alle für Einsätze im Katastrophenschutz oder im Sanitätsdienst bestens gerüstet sind. Foto: Johanniter

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23.07.2020

Salzgitter. Es geht wieder los! Monatelang haben die ehrenamtlichen Mitglieder des Johanniter-Ortsverbands in Salzgitter auf ihre regelmäßigen Übungsabende verzichten müssen und sich stattdessen auf Online-Schulungen gemeinsam fortgebildet. Nun ist wieder Praxis angesagt: Natürlich mit gebührendem Abstand und unter Einhaltung aller Hygiene-Maßnahmen, die die Corona-Pandemie so mit sich gebracht hat. Aber, immerhin: gemeinsam und in Angesicht zu Angesicht. Wer sich auch ehrenamtlich bei den Johannitern engagieren möchte, meldet sich bitte auf der Johanniter-Wache. Dies berichtet die Johanniter-Unfall-Hilfe in einer Pressemitteilung.


Sarah Hornburg, Leiterin des Salzgitteraner Ehrenamts, ist froh. Klar, auch während der Kontaktbeschränkungen hat die große Mehrheit der Freiwilligen regelmäßig die Online-Schulungen besucht. Aber digital ist eben digital – das ersetzt kein Treffen in der analogen Welt. „Jetzt wollen wir das Wetter nutzen und starten draußen mit einer Übung als Einstieg“, berichtet sie. Samstagfrüh geht es los. Mit dem GW-San – einem Fahrzeug, das für Einsatzlagen mit einem Massenanfall von Verletzten genutzt werden kann – sollen verschiedene Situationen und Alarmierungen geprobt werden. Auch die künftigen Dienstabende sollen zunächst einmal unter freiem Himmel stattfinden: Die Räume der Salzgitteraner Johanniter in der Windmühlenbergstraße sind für Treffen schlichtweg zu klein – zumindest so lange, wie die Corona-Pandemie einen Mindestabstand noch nötig macht. „Da passen wir einfach nicht hinein“, sagt Hornburg. Geübt werden muss aber natürlich trotzdem, immerhin haben die Freiwilligen eine Vielzahl von verantwortungsvollen Aufgaben: Sanitätsdienste, Erste Hilfe und der Katastrophen- und Bevölkerungsschutz.

Mit Ehrenamtskarte Vorteile sichern


Umso schöner, dass sich die Helfer in diesen Zeiten zudem über eine Würdigung freuen können. Seit April gibt es auch in der Stadt Salzgitter die Ehrenamtskarte, mit der Freiwillige unterschiedlichste Vergünstigungen in ganz Niedersachsen nutzen können – zum Beispiel in Schwimmbädern, Museen oder Theatern. Wer sich bereits seit drei Jahren ehrenamtlich engagiert und pro Jahr 250 Stunden leistet – unentgeltlich, versteht sich – kann die Karte beantragen. Sarah Hornburg musste nicht lange suchen, um in Salzgitter geeignete Kandidaten für die Karte zu finden. Materialwart Nico Müller ist seit 2010 bei den Johannitern, Sanitätsdienstkoordinatorin Jennifer Reck sogar bereits seit 20 Jahren. „Die Karte zeigt mir eine Wertschätzung, da gibt es einige Angebote, die ich nutzen werde“, sagt Nico Müller. Auch Jennifer Reck freut sich. Es sei die erste offizielle Würdigung ihrer Arbeit. Genauso froh ist sie übrigens über den Neustart der Treffen am kommenden Samstag. „Mal wieder unter Leute kommen, ein Stück Normalität zwischendurch: Das ist wirklich prima.“

Helfer gesucht!


Wer Lust hat, beim Ehrenamt der Johanniter mit einzusteigen, ist jederzeit herzlich willkommen. Die Helfer des Ortsverbandes treffen sich regelmäßig in der Johanniter-Wache in der Windmühlenbergstraße 20. Weitere Infos zu Terminen gibt es unter der Telefonnummer 05341 7905850.



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