Wolfenbüttel

FDP fordert klaren Fahrplan für Schulen und Kitas

Björn Försterling: "Vage Versprechungen helfen niemandem weiter."

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Symbolbild Foto: Pixabay

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27.05.2020

Hannover/Wolfenbüttel. Die vagen Absichtserklärungen des Kultusministers zur weitergehenden Öffnung der Kitas sind aus Sicht der FDP-Fraktion im Landtag Niedersachsen zu unkonkret. Dies teilt die FDP in einer Pressemitteilung mit.


"Die Eltern in Niedersachsen benötigen einen Fahrplan, auf den sie sich verlassen können. Mit seinen ständigen Andeutungen hilft der Kultusminister weder ihnen noch den Einrichtungen, sich auf die kommende Zeit vorbereiten zu können", so der bildungspolitische Sprecher der Fraktion, Björn Försterling. Er erinnert daran, dass für die ersten, fünften und sechsten Klassen ursprünglich der 1. Juni für die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts in Aussicht gestellt wurde. "Trotz eines rückläufigen Infektionsgeschehens ist daraus dann der 15. Juni geworden. Die vagen Versprechungen des Ministers sind also mit Vorsicht zu genießen – erst Recht, solange er immer noch lediglich von einer ‚Ausweitung der Notbetreuung‘ spricht", warnt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende.

Für die Freien Demokraten im Landtag sei hingegen klar, welche Schritte nunmehr zu erfolgen haben. Sie schlagen vor, die Kitas ab dem 15. Juni für alle Kinder zu öffnen. "Beginnend mit einer Halbtagsbetreuung in kleineren Gruppen, sodass Ganztagsgruppen auf den Vor- und Nachmittag verteilt betreut werden können, sollte ab dem 1. Juli dann wieder eine reguläre Öffnung erfolgen", so Försterling. Die Freien Demokraten würden sich zudem von den Kita-Trägern erhoffen, die in den Sommerferien üblichen Schließzeiten von mehreren Wochen zu überdenken. "Viele Eltern haben keine Urlaubsreserven mehr. Träger, Kommunen und das Land müssen ihnen daher für die Sommerferien Perspektiven aufzeigen, aber auch den Kindern die Chance geben, wichtige Kita-Zeit nachzuholen", fordert Försterling.

Für die Schulen zeige sich laut Försterling klar, dass eine schnellere Rückkehr für alle Jahrgänge zum Präsenzunterricht möglich sei. Dieser müsse intensiviert werden. Försterling: "Alle zwei Wochen ein Tag ist zu wenig. Hier ist mehr Unterricht möglich. Der Kultusminister muss das Recht auf Bildung stärken und die Schulen sollten die verbleibende Zeit bis zu den Sommerferien nutzen können." Auch während der Sommerferien fordern die Freien Demokraten ein schulisches Angebot. "Wir müssen Schülern die Chance geben, den versäumten Unterricht nachzuholen. Wir erwarten vom Kultusminister ein Konzept für freiwillige Sommerschulen", so Försterling


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