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FDP-Ratsfraktion begrüßt Gewerbegebiet



Braunschweig | Salzgitter

FDP-Ratsfraktion begrüßt Gewerbegebiet


Die FDP-Ratsfraktion bezieht Stellung zum Gewerbegebiet BS/SZ. Foto: Anke Donner
Die FDP-Ratsfraktion bezieht Stellung zum Gewerbegebiet BS/SZ. Foto: Anke Donner Foto: Eva Sorembik

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Salzgitter/Braunschweig. Die FDP-Fraktion unterstützt den Antrag der Verwaltung, die Schaffung des Gewerbe- und Industriegebietes weiter zu verfolgen und zunächst weitere zwingende Bedingungen zu klären. Dies teilte die FDP am Dienstag mit.



So teilte die FDP Salzgitter mit, dass man es aber für richtig halte, zunächst die offenen Fragen bezüglich derAufhebung des Vorranggebiets Kiesabbau, der finanziellen Zusage des Landes Niedersachen, derzweiten Anschlussstelle A 39 und dergeringene Verkehrsbelastung der umliegenden Ortsteile positiv zu klären.

"Dieser Beschluss ist kein Grundsatzbeschluss, ob das Gewerbe- und Industriegebiet tatsächlich kommt, sondern dient dazu, weitere Voraussetzungen zu prüfen. Erst wenn die vorgenannten Punkte positiv geklärt sind, sollten die anderen, ebenso wichtigen Fragen, wie z.B. der Ankauf der Ackerflächen, Schaffung von Ersatzflächen usw. geklärt werden. Dabei sind die Argumente der Bürgerinitiativen aufzunehmen und die Beteiligung der Bürger sicherzustellen. Das Gewerbe- und Industriegebiet bietet eine einmalige Chance, den hiesigen Wirtschafts- und Industriestandort weiterzuentwickeln, Arbeitsplätze zu schaffen, weitere Gewerbesteuereinnahmen zu ermöglichen und somit den Wohlstand der Region für die Zukunft zu sichern.

Das Argument, die Stadt Braunschweig profitiert mehr als die Stadt Salzgitter von diesem Gewerbe- und Industriegebiet, teilen wir nicht. Wir dürfen Braunschweig nicht als Konkurrenten sehen, sondern müssen die Stärken der Braunschweiger für uns nutzen. Nur gemeinsam durch Bildung von Symbiosen, nicht nur mit Braunschweig, sondern auch mit der gesamten Region, über die Grenzen der jeweiligen Städte und Landkreise hinaus, werden wir die Aufgaben der Zukunft meistern können.
Die Stadt Braunschweig als Forschungsstandort und die Stadt Salzgitter als Produktionsstandort bilden eine solche für beide Seiten sinnvolle und ausbaubare Symbiose.

Auch Salzgitter hat einen Bedarf an weiteren Gewerbe- und Industrieflächen. Es ist zwar richtig, dass wir zurzeit über ca. 67 ha an solchen Flächen frei verfügen können, allerdings sind diese Flächen in mehreren Gebieten aufgeteilt, ein größeres Gebiet besteht nicht. Auch können wir interessierten Unternehmen lediglich eine Fläche von 3 ha für den 24h/7Tage Betrieb anbieten. Die Wirtschaft steht in den nächsten Jahren vor gravierenden Veränderungen. Es muss unser Ziel sein, Rahmenbedingungen zu setzen, die es Unternehmen ermöglichen, hier in unserer Region zu investieren und Arbeitsplätze zu schaffen. Ein ganz wichtiger Faktor ist die trimodale Verkehrsanbindung des geplanten Gewerbe- und Industriegebiets, bestehend aus dem Mittellandkanal, dem Güterbahnhof Beddingen und der A 39. Es muss unser Ziel sein, den Güterverkehr möglichst auf die Schienen und das Wasser zu bringen, diese Voraussetzungen sind hier gegeben. Auch besteht ein, im Vergleich zu anderen Gewerbe- und Industriegebieten, großer Abstand zur nächstgelegenen Wohnbebauung.

Wichtig ist, dass der LKW-Verkehr aus den umliegenden Ortschaften geleitet wird. Hier soll auch geprüft werden, ob die L 615 umgeleitet und die Brücke über dem Mittellandkanal für den LKW-Verkehr gesperrt bzw. entfernt werden kann.
Ferner ist zu prüfen, ob das Baggerseengebiet an der A 39 zum geplanten Gewerbegebiet hinzugefügt werden kann. Dieses Gebiet könnte optional als Hafenerweiterung vorgesehen werden (Differenz der Wasserpegel: nur – 0,80 m zum Kanal). Damit erhöht sich die Attraktivität für das produzierende Gewerbe (z. B. Trafo-Bau, Großrohrbogen-Fertigung, Stahlmattenfertigung).
Wir sollten diese Chance nicht ungenutzt lassen. Darum steht die FDP-Fraktion hinter der Vorlage der Verwaltung und wird aktiv, aber auch kritisch, an der Realisierung des Gewerbe- und Industriegebietes mitwirken und gestalten, frei nach Erich Kästner: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.", lässt die FDP-Ratsfraktion der Stadt Salzgitter.


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