Rudolf Ordon: "Ja zum ALDI-Umzug"

von Marc Angerstein




[image=5e1764b1785549ede64cc9ce]In die aktuelle politische Diskussion um den Umzug und die damit einhergehende Vergrößerung des ALDI-Marktes in Linden (WolfenbüttelHeute.de berichtete mehrfach), schaltet sich nun der FDP-Stadtratsabgeordnete Rudolf Ordon ein. Er befürwortet die Umzugspläne des Discounters.

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Rudolf Ordon. Foto: privat



In einer Pressemitteilung stellt Ordon fest, dass die um den Umzug entbrannte Diskussion um Jahre zu spät komme: "In der Vergangenheit hat der Rat der Stadt der Einrichtung der Einkaufszentren Am Rehmanger, Am Wasserwerk und an der Schweigerstraße zugestimmt und somit dazu beigetragen, dass Käuferströme an die Peripherie gelenkt wurden. Diese Entscheidung hat aber auch dazu geführt, dass Bewohner des Umlandes zum Einkaufen nach Wolfenbüttel gekommen sind", so der FDP-Politiker.

"Wenn die Firma ALDI jetzt einen größeren Markt etwa 400 Meter vom bisherigen Standort Wendesser Straße entfernt an der Halberstädter Straße errichten will, werden dadurch Käuferströme nicht entscheidend umgelenkt, und schon gar nicht wird die Innenstadt weiter entvölkert", führt Ordon aus.

[image=5e17653d785549ede64ce4e0]Der Liberale vertritt die Auffassung, die Verwaltung solle die unternehmerische Entscheidung der Firma ALDI respektieren, auch wenn sie der Ansicht ist, dass Wolfenbüttel in Bezug auf Lebensmittel eine Vollversorgung besitze. "ALDI trägt das Geschäftsrisiko. Gestehen wir also diesem Unternehmen zu, sein Angebot zu vergrößern, und lassen wir den Bürger (Käufer) durch sein Kaufverhalten entscheiden", so Ordons Appell.

Ordons Einlassungen sind offenbar nicht die Meinung der Piratenpartei, mit denen Ordon eine Gruppe im Stadtrat bildet (WolfenbüttelHeute.de berichtete). Der Sprecher der gemeinsamen Gruppe FDP-Piraten, Werner Heise, stellte am Dienstag in der Bauausschussitzung nämlich eine provokante Frage: “Braucht Wolfenbüttel Aldi oder braucht Aldi Wolfenbüttel?” (WolfenbüttelHeute.de berichtete).

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Werner Heise. Foto: Piraten



Der Fraktionsvorsitzende der Piraten, der Heise in Doppelfunktion auch ist,  sprach sich für eine Hinterfragung des Zentrenkonzepts aus. “Wollen die Lindener und der Rest Wolfenbüttels das neue Aldikonzept?” Diese Frage gelte es grundsätzlich zu diskutieren und zu beantworten. Die Meinung der Bürger müsse auch in den Beschluss mit einfließen, so der Pirat.


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