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Feuchtbiotop Salzgittersee: "Hundewiese" versinkt im Matsch

von Alexander Panknin


Gerade am Eingangsbereich sammelt sich das Wasser vom Weg auf der tieferliegenden Hundewiese. Fotos: Rudolf Karliczek
Gerade am Eingangsbereich sammelt sich das Wasser vom Weg auf der tieferliegenden Hundewiese. Fotos: Rudolf Karliczek

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22.11.2017

Lebenstedt. Man könnte es auch auf die feuchte Jahreszeit schieben, dass die Hundewiese am Salzgittersee ein einziges Matschloch ist, doch für den 71-jährigen Hundebseitzer Günter Wingerning ist klar, "wer so eine Wiese hat, der muss sie auch pflegen".


Mit den als "Hundewiese" benannten Auslaufflächenhabe das zuständige Amt der Stadt Salzgitter neue Freiräume für die Hunde in Salzgitter geschaffen, berichtet Wingerning. Auf dieser eingezäunten Freifläche kann der Hundehalter das Verhalten seines Hundes im Rudel beobachten und seinem Vierbeiner einen artgerechten Auslauf ermöglichen, ohne auf die übliche Anleinpflicht Rücksicht nehmen zu müssen.

Wie in allen anderen Wäldern und in der freien Landschaft auch müssten die Hunde zwar während der allgemeinen Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit vom 1. April bis zum 15. Juli jedes Jahres angeleint werden, der grundsätzliche Leinenzwang gelte auf der Hundewiese allerdings nicht.

Ärger um Zustand



Günter Wingerning mit seinem Hund auf der Hundewiese. Nasse Schuhe vorprogrammiert. Foto:



Trotz dieses Zugeständnisses für Hundebesitzer, sei die Hundewiese in Salzgitter im Vergleich zu anderen Städten aber "eher am unteren Bereich was die Qualität und Ausstattung angeht" anzusiedeln, berichtet Wingerning. Es würdewohl regelmäßig gemäht, eine darüber hinausgehende Pflege bliebe aber aus.

Besonders kritisierte der verärgerte Hundebesitzer, dass gerade jetzt, zur feuchten Jahreszeit, die gesamte Auslauffläche in Wasser und Matsch versinken würde. "Den Eingangsbereich der Hundewiese so anzulegen, dass sich dort bei Regen nicht das Wasser sammeln könne und somit der angrenzenden Boden aufweicht, auf die Idee ist wohl bisher noch niemand gekommen", kommentiert Wingerning zynisch.

Seiner Meinung nach, müsse dort der Fußweg angehoben werdenund an die Rasenflächeangepasst werden. Es würde den natürlichen Gesetzen unterliegen, dass sich Regenwasser natürlich seinen Weg nach unten, in diesem Fall auf die tieferliegende Wiese, bahnt und in großen matschigen Pfützen sammelt. "Die Verantwortlichen sollten bedenken, dass Hunde auch bei schlechten Wetter ihren Auslauf brauchen."

Überhaupt sollte man die im vorderen Bereich befindlichen Erdmulden füllen, neuen Rasen sähen und eventuell ein paar Büsche oder Bäume pflanzen. Damit würden man den Platz allgemein aufwerten, so Wingerning.

Den Zugang zur Wiese sollte man so anlegen, dass zu jeder Jahreszeit der Hundplatz gefahrlos erreicht werden könne, was zur Zeit aber nicht möglich sei. In diesem Zusammenhang sei auch derAufgang vom Parkplatz zu optimieren. Da es keine Treppe oder Aufstieg zur Hundewiese gebe, müsse man den circa fünfMeter hohen und steilen Abhang über den Rasen emporklettern, was manchmal durchaus rutschig sei.

Was sagt die Stadt dazu?


regionalHeute.de hat bei der Stadt nachgefragt, ob das Problem bekannt sei. Die Pressestelle bestätigte, dass die Wiese zurzeit, jahreszeitenbedingt, recht feucht sei. Entsprechende Maßnahmen würde man prüfen. Eine Stellungnahme wollte die Verwaltung auf Anfrage von regionalHeute.de in Kürze nachliefern. Wir werden diese veröffentlichen, sobald sieder Redaktion vorliegt.

Aktualisiert (23. November, 11 Uhr):

Mittlerweile liegt die Stellungnahme vor: regionalHeute.de berichtete .


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